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Rheinbach erinnert mit Stolpersteinen an jüdische Opfer

Foto: Norbert Sauren

In der Stadt Rheinbach wurden an mehreren Orten Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an die jüdischen Bürger, die während der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden.

Der Stadtrat von Rheinbach (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) hatte bereits im September 2016 beschlossen, Stolpersteine in die Gehwege einzulassen. Insgesamt konnten 36 jüdische Bürgerinnen und Bürger ermittelt werden, die in der Stadt ihren letzten frei gewählten Wohnsitz hatten, bevor sie während der NS-Herrschaft deportiert und ermordet wurden. Bezahlt wurden die Steine durch Patenschaften von Bürgern aus der Region.

Der Künstler Gunter Demnig verlegte die ersten 14 Steine am 21. Dezember 2016 gemeinsam mit dem Bürgermeister. Diese kamen in der Hauptstraße 52 für Clementine und Hermann Klaber sowie in der Hauptstraße 44 für Regina, Hermann Josef, Selma und Max Geisel zur Installation. In der Langgasse 11 wurden Steine für Josef, Else und Julie Oster sowie Otto, Ida, Ruth, Edith und Günther Marx gesetzt.

Ein Jahr später, am 21. November 2017, folgte die zweite Runde. In Wormersdorf wurden Steine im Unterdorf 54 für Johanna und Benedict Schweitzer und in der Ipplendorfer Straße 64 für David, Jeannette, Ludwig W. und Alfred Weber verlegt. In der Kernstadt von Rheinbach kamen die Steine am selben Tag vor dem Haus Vor Dreeser Tor 19 für Helene Meyer, am Lindenplatz 3 für Bertha Arensberg und in der Koblenzer Straße 7 für Selma und Josefine Rolef in den Boden.

Die letzte Verlegung fand am 25. Mai 2018 statt. Dabei wurden Steine vor dem Haus Vor dem Dreeser Tor 3 für Elisabeth David sowie in der Kriegerstraße 7 für Fanny und Frida Sommer, Moritz und Karoline Salm und Hugo und Ilse Schwarz verlegt. In der Polligsstraße 10 wurden schließlich Steine für Max, Johanna, Otto und Fritz Wolf sowie Walter Eis eingesetzt.

Wer mehr über die Opfer erfahren möchte, kann eine App des Westdeutschen Rundfunks (WDR) nutzen. Dort gibt es biografische Texte, Audios, Fotos und Videos aus dem Archiv. Über die App lassen sich auch virtuelle Kerzen an den Steinen in Rheinbach und anderen Städten in NRW entzünden.

Quelle: Rheinbach – zur Originalmeldung

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