Rhein-Neckar-Kreis: Landrat Manuel Just zieht erste Bilanz
Manuel Just (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg) ist nun seit 100 Tagen im Amt. In einem Gespräch mit den Medien blickte der Landrat auf seine ersten Monate zurück. Er sagt, dass er gut angekommen sei und sich im Landratsamt wohlfühle. Zeit für eine lange Eingewöhnungsphase blieb ihm allerdings nicht, da sofort große Probleme auf ihn warteten.
Der Wechsel vom Oberbürgermeister zum Landrat war für Just größer als gedacht. Jetzt muss er nicht mehr nur eine Stadt im Blick haben, sondern insgesamt 54 Städte und Gemeinden. Die Themen sind extrem vielfältig: Es geht um Schulen, Sozialleistungen, Kreisstraßen, den Klimaschutz und den Bevölkerungsschutz. Oft wechseln die Themen innerhalb weniger Minuten.
Besonders schwierig ist momentan die finanzielle Lage des Landkreises. Die Ausgaben für Soziales steigen, und auch im Gesundheitsbereich gibt es hohe Kosten. Gleichzeitig ist kaum Geld übrig. Um das Problem zu lösen, hat Just eine Haushaltsstrukturkommission ins Leben gerufen. Dort arbeiten die Verwaltung und die Kreisräte nun gemeinsam an einem Plan, um den Haushalt langfristig zu stabilisieren.
Ein weiteres großes Thema sind die GRN-Kliniken. Just will sicherstellen, dass die Menschen im Kreis auch in Zukunft eine gute medizinische Versorgung direkt vor Ort bekommen. Die Kliniken müssen wirtschaftlich stabilisiert werden, ohne dass die Qualität der Medizin leidet.
Für die nächste Zeit hat der Landrat klare Ziele. Neben dem Haushalt und den Kliniken will er die Verwaltung digitaler machen und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden stärken. Er zeigt sich optimistisch, weil er in den ersten 100 Tagen viele engagierte Menschen in Vereinen und Betrieben kennengelernt hat.