Rhein-Lahn-Kreis warnt vor Betrug mit Rentenversicherung
Im Rhein-Lahn-Kreis (Rheinland-Pfalz) sind Betrüger auf Jagd nach den Daten und dem Geld von Rentnern. Die Täter nutzen verschiedene Maschen, um ihre Opfer unter Druck zu setzen. Besonders ältere Menschen sind im Visier der Kriminellen.
Einige Betroffene erhalten sogenannte Phishing-Mails. Diese sehen täuschend echt aus, weil die Betrüger die Logos der Rentenversicherung nutzen und sogar künstliche Intelligenz einsetzen, um den richtigen Sprachstil zu treffen. In den Mails geht es oft um angebliches Guthaben oder neue EU-Richtlinien. Die Empfänger sollen auf einen Link klicken und dort persönliche Daten oder Bankinfos eingeben. Die Behörden warnen: Die Rentenversicherung fragt niemals per Mail oder SMS nach solchen Daten.
Andere Betrüger versuchen es am Telefon. Sie behaupten, die Rente würde gekürzt oder gepfändet, wenn nicht sofort Geld auf ein bestimmtes Konto überwiesen wird. Manchmal wird auch behauptet, dass die Rente überzahlt wurde und nun zurückgezahlt werden müsse. Wer solche Anrufe bekommt, sollte sofort auflegen. Die Rentenversicherung fordert niemals per Telefon zur Zahlung auf.
Zusätzlich tauchen im Internet dubiose Videos auf. Darin wird behauptet, dass Rentner bis August einen Lebensnachweis abgeben müssen, sonst falle die Zahlung weg. Das ist eine Lüge, mit der die Täter Angst schüren wollen, um später leichter an private Informationen zu kommen.
Wer unsicher ist, kann das kostenlose Servicetelefon unter 0800 1000 4800 anrufen. Wichtig ist, dass Betroffene nicht alleine entscheiden, sondern Angehörige oder Nachbarn hinzuziehen, wenn sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
Im Kreis gibt es zudem Senioren-Sicherheitsberater, die aufpassen und aufklären. Wer Hilfe braucht oder Fragen hat, kann sich an das Seniorenbüro „Die Brücke“ in Bad Ems wenden. Dort ist Uschi Rustler unter der Telefonnummer 02603/972-336 erreichbar. Auch das Polizeipräsidium Koblenz bietet unter 0261/103-51152 Informationen an.