Rhein-Lahn-Kreis: So entsorgen Sie Ihren Gartenabfall richtig
Wenn es im Herbst in den Gärten im Rhein-Lahn-Kreis (Rheinland-Pfalz) an die Arbeit geht, fallen oft große Mengen an Abfall an. Laub muss aufgesammelt und Sträucher zurückgeschnitten werden. Damit der Grünschnitt nicht falsch landet, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Entsorgung.
Wer möchte, kann seine eigene Biotonne oder einen privaten Kompost nutzen. Außerdem gibt es in den Gemeinden Grünschnittsammelplätze. Wer größere Mengen hat, kann den Abfall zum Abfallwirtschaftszentrum Singhofen, zur UKEA Dachsenhausen oder zum Quarzkieswerk Cramberg bringen. Für diejenigen, die den Transport nicht selbst übernehmen wollen, gibt es zudem die Möglichkeit, die Abholung des Grünschnitts zweimal im Jahr zu beantragen.
Die Behörden warnen eindringlich davor, Gartenabfälle einfach irgendwo in der freien Landschaft abzuladen. Das kann die Natur stark schädigen. Viele Gartenpflanzen sind sehr konkurrenzstark und verdrängen die heimischen Arten. Ein Beispiel ist der Kirschlorbeer, der sich vor allem in Wäldern schnell ausbreitet. Das macht den Boden saurer und trockener, was dem Ökosystem langfristig schadet.
Um solche Probleme zu vermeiden, empfiehlt die untere Naturschutzbehörde, schon beim Pflanzen auf die richtige Wahl zu achten. Statt Kirschlorbeer bieten sich zum Beispiel Hainbuche, Rotbuche, Feldahorn, Schlehe, Kornelkirsche, Heckenrose oder Eberesche an. Wer keinen Schmetterlingsstrauch möchte, kann auf Schwarzen Holunder, Gemeinen Schneeball oder Pfaffenhütchen setzen.
Wer Fragen zur Entsorgung hat, kann sich an den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Rhein-Lahn-Kreises wenden. Bei Fragen zu geeigneten Pflanzen hilft die Untere Naturschutzbehörde weiter. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.rhein-lahn-kreis.de.