Reutlingen: Tausende Blitzer-Fälle und zwei Raser
Die Polizei im Bereich Reutlingen (Baden-Württemberg) hat zwischen dem 3. und 9. August 2026 die Straßen genau im Blick behalten. Zusammen mit den Kommunen und dem europäischen Netzwerk ROADPOL wurden besonders gefährliche Strecken überwacht. Das Ergebnis ist deutlich: Rund 4.800 Geschwindigkeitsverstöße wurden registriert.
Die meisten Fahrer wurden von automatischen Lichtschranken oder Messanhängern erwischt. Knapp 300 Menschen wurden jedoch direkt mit dem Lasergerät gemessen und sofort angehalten. Während viele nur kleine Verstöße hatten, wird es für 810 Fahrer teurer. Diese müssen mit einer Bußgeldanzeige und Punkten in Flensburg rechnen. Für 35 Fahrer ist die Strafe noch härter, da sie ein Fahrverbot bekommen.
Zwei Fälle stechen besonders hervor. Ein 43-Jähriger raste mit seinem Porsche 911 auf der L230 von Münsingen in Richtung Heroldstatt. Er war mit 181 km/h unterwegs, obwohl dort nur 100 km/h erlaubt sind. Jetzt drohen ihm mindestens 700 Euro Strafe, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot für drei Monate.
Ein weiterer schwerer Verstoß passierte auf der L448 von Bitz in Richtung Ebingen. Ein 29-Jähriger fuhr dort mit seinem VW Golf GTD mit 145 km/h, obwohl nur 80 km/h erlaubt waren. Besonders gefährlich war das, weil er sich in der Nähe eines Wanderparkplatzes und eines Kinderspielplatzes befand. Auch ihn erwartet ein dreimonatiges Fahrverbot, zwei Punkte und eine Rechnung über mindestens 600 Euro.
Ob und inwieweit sich die Fahrer über die erlaubten Geschwindigkeiten hinaus strafbar gemacht haben, klärt nun die zuständige Behörde. Es gilt die Unschuldsvermutung.