Rendsburg kämpft gegen zu viele Gänse im Stadtpark
In Rendsburg (Schleswig-Holstein) gibt es ein wachsendes Problem mit Wildgänsen. Vor allem Kanadagänse und Graugänse haben es sich im Stadtpark gemütlich gemacht. Das ist kein Einzelfall, sondern passiert gerade in vielen Städten in Deutschland. Die Tiere finden in der Stadt das ganze Jahr über genug Futter und die Winter sind meist mild genug.
Die Folgen für die Stadt und die Menschen sind deutlich spürbar. Überall liegt Gänsekot, und die Tiere fressen die Blumenbeete leer. Manchmal werden die Gänse sogar aggressiv oder blockieren ganze Straßen, wenn sie in Gruppen über die Fahrbahn laufen. Besonders im Frühsommer, während der Mauser, sammeln sie sich in sehr großen Gruppen.
Ein großes Problem ist, dass viele Menschen die Tiere füttern. Das macht die Gänse zutraulich und bindet sie an den Park. Wer die Tiere mit Brot oder anderen Backwaren füttert, schadet ihnen zudem massiv. Durch das falsche Futter bekommen viele Gänse sogenannte Kippflügel. Die Tiere können dann nicht mehr fliegen und bleiben dauerhaft am Ort gefangen.
Die Stadt kann nicht einfach eingreifen, da Wildtiere in Deutschland streng geschützt sind. Das Töten oder Verletzen der Gänse ist verboten. Auch das Entfernen von Eiern ist ohne Genehmigung nicht erlaubt. Zudem weiß die Stadt nicht genau, wo alle Brutplätze im Park liegen.
Deshalb gibt es nun einen dringenden Appell an alle Besucher: Bitte füttern Sie die Gänse nicht. Das Füttern ist laut Landesjagdgesetz das ganze Jahr über verboten. Wer auf aggressive Gänse trifft, sollte ruhig bleiben, langsam zurückweichen und etwa zwei Meter Abstand halten. Man sollte den Tieren dabei nicht den Rücken zuwenden.
Für weitere Informationen steht die Stabsstelle der Bürgermeisterin unter der Telefonnummer 04331 206-3332 zur Verfügung.
Quelle: Rendsburg – zur Originalmeldung