Reinickendorf stellt letzte Quasselbänke gegen Einsamkeit auf
In Reinickendorf (Berlin) sollen Menschen weniger einsam sein. Deshalb hat das Bezirksamt seit 2024 sogenannte Quasselbänke aufgestellt. Das sind einfache Bänke, die Passanten dazu einladen, sich einfach mal mit anderen zu unterhalten und einen kleinen Plausch im Alltag zu halten.
Das Ziel war es, in allen elf Ortsteilen solche Orte für das Miteinander zu schaffen. Das betrifft Tegel, Konradshöhe, Heiligensee, Frohnau, Hermsdorf, Waidmannslust, Lübars, Wittenau, Reinickendorf, Borsigwalde und das Märkische Viertel. Nun ist das Etappenziel für das Jahr 2026 erreicht.
Am Donnerstag, den 10. September, werden die letzten beiden Bänke eingeweiht. Gegen 13 Uhr wird die 19. Bank an der Humboldt-Bibliothek am Nordgraben aufgestellt. Dort steht sie im Grünen mit Blick auf das Wasser. Die Leute können dort nicht nur quatschen, sondern auch in Ruhe ein Buch lesen.
Die 20. und damit letzte Bank folgt gegen 14 Uhr auf dem landeseigenen Friedhof in der Humboldtstraße. Dieser Friedhof hat seit 2026 auch Grabstellen für muslimische Bestattungen. Die Bank soll dort einen Ort für Trost und Gespräche bieten. Damit ergänzt sie andere Friedhöfe im Bezirk, wie den katholischen St. Sebastian-Friedhof oder den evangelischen Martin-Luther-Kirchhof.
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner sagt, dass Einsamkeit jeden treffen kann, egal wie alt man ist oder aus welcher Kultur man kommt. Die Bänke seien ein Zeichen für ein offenes Miteinander im Bezirk.
Wer wissen möchte, wo genau die Bänke, Stammtische oder andere Anlaufstellen gegen Einsamkeit stehen, kann diese auf der Webseite des Bezirksamts nachlesen.