Reinheim modernisiert Wasseranlage für sieben Millionen Euro
In Reinheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen) läuft derzeit ein riesiges Projekt unter der Erde. Die Stadt investiert rund sieben Millionen Euro, um die zentrale Enthärtungsanlage komplett zu modernisieren. Gleichzeitig wird die größte Wasserförderstation der Stadt technisch auf den neuesten Stand gebracht. Das Ziel ist klar: Das Trinkwasser soll in Zukunft sicherer und in besserer Qualität bei den Bürgern ankommen.
Viele Einwohner haben sich in den letzten Wochen gefragt, warum die Baustelle so lange braucht. Bürgermeister Manuel Feick hat sich die Lage vor Ort angesehen und die Gründe erklärt. Das Hauptproblem ist, dass die Anlage während der gesamten Bauzeit weiterlaufen muss. Die Stadt kann die Wasserversorgung nicht einfach abstellen. Deshalb muss für jeden Bauabschnitt erst eine provisorische Leitung, ein sogenannter Bypass, gebaut und getestet werden. Erst dann können die eigentlichen Arbeiten starten. Wenn ein Abschnitt fertig ist, wird der Bypass abgebaut und an einer anderen Stelle neu gesetzt. Dieser Wechsel kostet viel Zeit.
Zusätzlich gab es Probleme mit dem alten Beton. Beim Abriss der massiven Wände stellte sich heraus, dass der Beton viel härter ist als gedacht. Normale Bohr- und Schneidetechniken haben nicht funktioniert. Jetzt muss ein spezieller Elektro-Bagger zum Einsatz kommen, da im Gebäude strenge Sicherheits- und Arbeitsschutzregeln gelten. Auch das verzögert den Zeitplan.
Ein wichtiger Teil der Modernisierung ist eine neue Netzersatzanlage. Diese sorgt dafür, dass die wichtigste Förderstation der Stadt auch dann noch funktioniert, wenn es einen Stromausfall gibt. Damit wird die Versorgung für die Menschen in Reinheim deutlich sicherer.
Die Stadt geht davon aus, dass die Arbeiten im kommenden Sommer abgeschlossen sind. Danach soll Reinheim eine der modernsten Wasseraufbereitungsanlagen der Region besitzen. Weitere Angaben zum genauen Fertigstellungstermin liegen bislang nicht vor.
Quelle: Reinheim – zur Originalmeldung