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Reichenau: Feuerwehr löscht riesigen Riedballen-Brand

Ein landwirtschaftliches Lager in Reichenau brannte fast einen ganzen Tag lang. Rund 40 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen.

Am späten Mittwochnachmittag gegen 17:08 Uhr ging bei der Freiwilligen Feuerwehr Reichenau (Baden-Württemberg) der Alarm ein. Auf einem landwirtschaftlichen Freilager hatten mehrere hundert Riedballen Feuer gefangen. Die Feuerwehrleute sahen die dicken Rauchwolken schon auf der Fahrt zum Einsatzort. Zunächst wurde die Lage als Großbrand eingestuft.

Die Retter mussten schnell handeln, damit das Feuer nicht auf die Nachbarschaft übergriff. Das Problem war die Menge und die Art der Lagerung: Die Ballen lagen so dicht beieinander, dass das Wasser von außen nicht in den Kern des Brandes kam. Deshalb holten die Einsatzkräfte Hilfe von Landwirten und dem Niebling Brennholzhandel. Mit einem Bagger und anderen Maschinen wurden die brennenden Ballen auseinandergezogen und auf einer freien Fläche verteilt. Erst so konnten die Glutnester gezielt gelöscht werden.

Für das Löschwasser nutzten die Teams Bewässerungssysteme aus der Umgebung. Auf Schaum wurde verzichtet, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten. In der Nacht durften einige Ballen kontrolliert abbrennen, doch im Inneren glimmte es weiter. Das bedeutete, dass die Feuerwehr auch am Donnerstag weitermachen musste. In wechselnden Schichten waren zeitweise etwa 40 Leute im Einsatz. Insgesamt dauerte die Aktion fast 24 Stunden bis Donnerstagmittag gegen 16:15 Uhr.

Der starke Brandgeruch zog durch die Luft und war sogar in den Nachbarorten zu riechen. Die Menschen in der Gegend sollten vorsichtshalber Fenster und Türen schließen, auch wenn keine direkte Gefahr bestand. Am Ende richteten die Einsatzkräfte eine Dauerberegnung ein, um die Reste sicher abzukühlen. Eine Brandwache blieb vor Ort, um alles im Auge zu behalten.

Unterstützt wurde die Feuerwehr vom Bürgermeister, dem Kreisbrandmeister, der Polizei und dem Bauhof. Für Essen und Trinken sorgten Joe´s Nahkauf und der Bütezettel.

Die Behörden untersuchen nun, wie das Feuer überhaupt entstanden ist. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Freiwillige Feuerwehr Reichenau – zur Originalmeldung

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