Rehburg-Loccum sucht Modell-Nachbarschaft für neues Wärmenetz
In vielen Wohngebieten in Rehburg-Loccum (Landkreis Nienburg/Weser, Niedersachsen) sind die Heizungen oft gleichzeitig alt und müssen bald ausgetauscht werden. Meistens sucht jeder Hausbesitzer für sich alleine nach einer Lösung. Die Stadt und die Klimaschutzagentur Mittelweser wollen das nun anders versuchen und suchen eine Modell-Nachbarschaft für ein sogenanntes Mikrowärmenetz.
Bei dieser Idee versorgen mehrere benachbarte Gebäude gemeinsam ihre Häuser mit Wärme aus erneuerbaren Energien. Das Projekt soll zeigen, wie eine klimafreundliche Heizung im ländlichen Raum funktionieren kann, wenn es kein großes, zentrales Fernwärmenetz gibt. Aus den Erfahrungen soll später ein Leitfaden werden, der anderen Orten und Kommunen als Vorbild dient.
Gesucht wird eine Gruppe von bis zu 20 Wohngebäuden in den Ortsteilen Bad Rehburg, Loccum, Münchehagen, Rehburg und Winzlar. Wichtig ist, dass die Eigentümer Interesse an einer gemeinsamen Lösung haben. Es reicht schon, wenn erst einmal nur eine Person die Idee hat und die Nachbarn später dazukommen. Es geht in dieser Phase nur um die Planung und Prüfung. Niemand muss sich verpflichten, das Netz später auch wirklich zu bauen.
Die Teilnehmer bekommen einen konkreten Vorteil: Alle Haushalte in der Modell-Nachbarschaft erhalten eine kostenlose Gebäudeenergieberatung durch die Klimaschutzagentur Mittelweser. Dabei wird genau geschaut, wie viel Wärme die Häuser brauchen, wo man Energie sparen kann und welche Fördergelder es gibt. Experten prüfen dann, ob eine gemeinsame Heizung technisch und rechtlich überhaupt machbar ist.
Interessierte können sich ab dem 3. August 2026 unverbindlich melden. Ansprechpartnerin ist Susanne Grote von der Stadt Rehburg-Loccum. Sie ist unter der Telefonnummer 05037 9701-74 oder per E-Mail unter [email protected] erreichbar.