Rednitzhembach: Schwerer Brand in betreutem Wohnen
Am Samstagmittag gegen 12:40 Uhr ging bei der Leitstelle ein Notruf aus Rednitzhembach (Landkreis Roth, Bayern) ein. Aus dem Dach eines Gebäudes in der Steigerwaldstraße stieg dichter Rauch auf. Die Rauchsäule war so groß, dass die Einsatzkräfte sie schon auf dem Weg zum Einsatzort sehen konnten.
Vor Ort wurde schnell klar, wie schlimm es war: Mindestens eine Wohnung im Dachgeschoss brannte bereits lichterloh. Die Feuerwehr musste sofort handeln und rettete die Menschen aus vier Wohnungen, die direkt vom Feuer betroffen waren. Dabei fanden die Retter eine Person, die schwere Verletzungen erlitten hatte. Nach einer ersten Hilfe vor Ort wurde der Verletzte mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.
Während die Feuerwehr löschte, räumten Polizei und Retter den restlichen Gebäudekomplex. Insgesamt mussten knapp 50 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Zwei weitere Menschen hatten giftigen Brandrauch eingeatmet. Einer von ihnen kam in eine Klinik, die andere Person konnte direkt vor Ort behandelt werden.
Die evakuierten Bewohner wurden ins Gemeindezentrum gebracht. Dort kümmerten sich Ärzte und der Rettungsdienst um sie. Da die Situation für viele sehr aufreibend war, halfen auch Fachleute der psychosozialen Notfallversorgung.
Nach etwa einer Stunde war das Feuer gelöscht. Insgesamt waren über 300 Einsatzkräfte im Einsatz. Allein die Feuerwehr schickte rund 190 Leute aus verschiedenen Orten wie Roth, Schwabach oder Abensberg. Auch das Rote Kreuz, die Johanniter und zwei Hubschrauber waren im Einsatz.
Jetzt untersuchen Spezialisten vom THW, ob das Gebäude noch bewohnbar ist. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken hat die Ermittlungen aufgenommen. Wie es zu dem Brand kam und wie hoch der Schaden ist, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Polizeipräsidium Mittelfranken – zur Originalmeldung