Recklinghausen: Polizei jagt Waffen und Drogen am ZOB
Die Polizei in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) hat im August die Präsenz am zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und in Teilen der Bottroper Innenstadt massiv erhöht. Die Beamten waren dort mit speziellen Maßnahmen unterwegs, um Störungen im Keim zu ersticken. Insgesamt kontrollierten die Polizisten 53 Menschen. In 31 Fällen bekamen die Leute einen Platzverweis, damit sie den Bereich verlassen und keinen Ärger verursachen.
Ein Mann erwies sich dabei als besonders hartnäckig. Zwischen dem 17. und 18. August wurde er gleich zweimal festgenommen. Die Beamten hatten ihn zuvor weggeschickt, doch er kam immer wieder zum ZOB zurück. Dort belästigte er die Fahrgäste der Vestischen Busse. Erst nach der zweiten Festnahme war Ruhe.
Neben den Platzverweisen gab es auch ernsthafte Funde. Ein Mann hatte ein verbotenes Wurfmesser bei sich. Die Polizei leitete dagegen ein Strafverfahren ein. In einem weiteren Fall ging es um Drogen, wofür ein Verfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz gestartet wurde. Insgesamt schrieben die Beamten 21 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten.
Auch gegen Jugendliche gingen die Polizisten vor. Am 14. August wurden zwölf Jugendliche kontrolliert, die sich am ZOB und beim Trapeze zuvor aggressiv verhalten hatten. Wo es rechtlich möglich war, bekamen sie einen Platzverweis. Laut Polizei spüren diese Gruppen den Kontrolldruck mittlerweile deutlich.
Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen betonte, dass die Beamten frühzeitig eingreifen, damit aus kleinen Problemen keine großen werden. Die Maßnahmen sollen das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken. Am kommenden Montag, den 24. August, wird zwischen 15 und 19 Uhr wieder eine mobile Wache am ZOB stehen.
Ob und inwieweit sich die Tatverdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Polizeipräsidium Recklinghausen – zur Originalmeldung