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Recklinghausen: Polizei jagt überladene Schrottsammler

Die Polizei hat in Recklinghausen gezielt Kleintransporter und Schrottsammler kontrolliert. Dabei kamen gefährliche Ladungen und fehlende Versicherungen ans Licht.

Am Montag startete der Verkehrsdienst der Polizei in Recklinghausen (Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen) eine große Kontrollaktion. Die Beamten suchten gezielt nach Kleintransportern und Fahrzeugen, mit denen Schrott gesammelt wird. Insgesamt fünf Transporter wurden gestoppt, davon drei Schrottsammler.

Bei den Kontrollen fanden die Polizisten eine ganze Liste an Fehlern. Die Fahrer hielten sich nicht an die Regeln für das Personal, verletzten Gesetze zum Umweltschutz und zur Entsorgung von Elektrogeräten. Besonders gefährlich war die Ladungssicherung bei vielen Wagen, und teilweise fehlte sogar der Versicherungsschutz.

Einem Autofahrer ging es besonders schlecht: Sein Wagen war schon seit mehreren Monaten nicht mehr haftpflichtversichert. Die Beamten glaubten nicht, dass eine einfache Verwarnung ausreicht, um ihn zur Vernunft zu bringen. Deshalb untersagten sie die Weiterfahrt und nahmen die Kennzeichen des Autos direkt mit.

Insgesamt wurden acht Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten geschrieben. Zudem gibt es zwei Strafanzeigen, weil gegen das Pflichtversicherungsgesetz verstoßen wurde. Zwei Fahrer mussten Sicherheitsleistungen hinterlegen, zwei weitere bekamen ein Verwarngeld.

Auch am Dienstag ging die Polizei weiter vor. Dabei entdeckten die Beamten einen Auto-Anhänger, der mit Bauschutt, Fliesen und einer Badewanne beladen war. Die Ladung war nur mit einem dünnen Laubnetz abgedeckt. Weil das viel zu gefährlich war, durfte der Fahrer nicht weiterfahren.

Ein weiterer Kleintransporter war massiv überladen. Als die Polizei das Fahrzeug wog, kam ein Gewicht von 4.650 Kilogramm heraus. Erlaubt waren eigentlich nur 3.500 Kilogramm. Das Fahrzeug war also über eine Tonne zu schwer.

Die Polizei warnt, dass solche illegalen Schrottsammlungen nicht nur der Umwelt schaden. Die technischen Mängel und die Überladung seien ein Risiko für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Deshalb will die Polizei den Druck bei weiteren Kontrollen hochhalten.

Ob und inwieweit sich die betroffenen Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeipräsidium Recklinghausen – zur Originalmeldung

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