Ratingen weiht neue Jubiläumsbrücke in der Altstadt ein
Seit dem 4. September ist die neue Jubiläumsbrücke in Ratingen (Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen) für alle Passanten freigegeben. Das Bauwerk überquert den Stadtgraben an der Turmstraße und schließt eine Lücke für Spaziergänger in der Altstadt.
Die Brücke ist mehr als nur ein Weg. Sie soll an das 750-jährige Stadtjubiläum erinnern. Das Design stammt von dem Brüsseler Büro Ney & Partners. Besonders auffällig sind die Brüstungen aus Stahl, die künstlerisch durchlöchert sind. Das Muster basiert auf einem Fresko des Kölner Künstlers Thomas Heinz. Je nach Sonnenstand und Wetter verändert sich das Licht- und Schattenspiel auf dem Graben. Auch nachts gibt es Effekte, da die Beleuchtung direkt in den Handlauf eingebaut wurde.
Ein neues Bauwerk war nötig, weil die alte Holzbrücke vor drei Jahren abgerissen werden musste. Sie war durch Pilzbefall morsch geworden. Die Stadt wollte an dieser Stelle keinen einfachen Zweckbau, sondern einen künstlerischen Akzent setzen, der Moderne und Geschichte verbindet.
Die neue Brücke ist praktischer als die alte: Sie ist 2,50 Meter breit und damit einen Meter breiter als ihr Vorgänger. Zudem ist sie barrierefrei, rutschfest und robust gegen Vandalismus. Mit einer Länge von 16 Metern und einem Gewicht von zwölf Tonnen wurde der Korpus bei der Firma Schmees & Lühn im Emsland gefertigt. Am 21. Juli wurde die Brücke in einem spektakulären Transport nach Ratingen gebracht.
Bürgermeister Patrick Anders und weitere Verantwortigte aus dem Tiefbauamt sowie die Planer und der Künstler weihten das Bauwerk feierlich ein. Die Brücke soll langfristig eine Sehenswürdigkeit in der Stadt werden.
Quelle: Ratingen – zur Originalmeldung