Rastatt: Stadtmuseum startet Programm zur Archäologie
Wer waren eigentlich die Merowinger und wie haben die Menschen damals gelebt? Diese Fragen beantwortet Johanna Kätzel, die Leiterin des Stadtmuseums Rastatt (Baden-Württemberg), am Sonntag, den 6. September. Um 15 Uhr startet eine Kurzführung, die sich speziell an Kinder ab sechs Jahren und ihre Familien richtet.
Die Merowinger waren ein fränkisches Königsgeschlecht, das zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert große Teile Westeuropas prägte. In der Führung geht es vor allem um Grabfunde. Diese geben Einblicke in das Handwerk, den Alltag und die Bestattungen der damaligen Zeit. Besonders die kunstvollen Schmuckstücke und Fibeln stehen im Fokus.
Nach der Führung dürfen die Kinder selbst kreativ werden. Sie können aus lufttrocknendem Ton und bunten Steinen ihre eigene Scheibenfibel basteln. Als Vorlage dienen echte Funde aus der Merowingerzeit. Für Kinder ist die Teilnahme kostenlos, Erwachsene müssen den normalen Eintritt für das Museum bezahlen. Man muss sich nicht vorher anmelden.
Dieser Termin ist der Auftakt der Reihe „Von der Spätantike zum Mittelalter“, die vom Stadtmuseum und dem Zentralen Fundarchiv Rastatt organisiert wird. Im September folgen weitere Termine: Am Tag des offenen Denkmals, dem 13. September, gibt es drei Führungen im Zentralen Fundarchiv. Am Donnerstag, den 24. September, hält Dr. Martin Kemkes, der Leiter des Fundarchivs, im Stadtmuseum einen Vortrag über die Römer und Alamannen am Oberrhein.
Zusätzlich zum Programm gibt es im Museum noch eine besondere Leihgabe des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg zu sehen: einen Keramiktopf. Das Gefäß ist bis zum 31. Januar 2027 ausgestellt. Der Fund ist für die Stadtgeschichte wichtig, weil viele Spuren aus dieser Zeit durch die Zerstörungen im Pfälzischen Erbfolgekrieg verloren gegangen sind.
Quelle: Rastatt – zur Originalmeldung