Raser in Porsche bei Koblenz gestoppt
Es war Dienstagmittag, kurz nach 12 Uhr, als eine Zivilstreife der Autobahnpolizei auf der A 3 bei Koblenz (Rheinland-Pfalz) in Fahrtrichtung Köln auf einen Porsche 911 aufmerksam wurde. Der junge Fahrer aus den Niederlanden fuhr rücksichtslos. Er hielt kaum Abstand zu anderen Autos und überholte immer wieder rechts, wo es verboten ist.
Der 23-Jährige nutzte jede Lücke auf der Autobahn und scherte oft knapp vor anderen Fahrern wieder ein. Die Polizisten versuchten, ihn einzuholen. Obwohl die Beamten selbst mit 230 km/h fuhren, beschleunigte der Porsche-Fahrer noch weiter. Er erreichte Geschwindigkeiten von mehr als 235 km/h. Da zur Mittagszeit viele Autos auf der Straße waren, hätten die Fahrten fast zu einem schweren Unfall führen können.
Als die Polizei den Mann schließlich stoppte, kam es zu weiteren Entdeckungen. Ein Drogentest verlief positiv auf THC. Der junge Mann gab an, mit seinem Vater einen Coffeeshop in Eindhoven in den Niederlanden zu betreiben. Er konsumiere aus beruflichen Gründen regelmäßig Cannabis. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an.
Da der Mann im Ausland wohnt und nichts über sein Einkommen sagen wollte, musste er eine Sicherheitsleistung zahlen. Die Polizei legte diesen Betrag auf 10.000 Euro fest, die er noch vor Ort bezahlte. Sein niederländischer Führerschein wurde eingezogen. Am Ende wurde der Mann von seinem Vater abgeholt.
Die Polizei wertet nun Videoaufnahmen aus, um weitere gefährdete Fahrer zu finden. Wer etwas zu dem Vorfall weiß, soll sich bei der zuständigen Dienststelle melden. Die Ermittlungen wegen des Verdachts eines illegalen Autorennen und der Gefährdung des Straßenverkehrs dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.