Radeberg saniert Hüttermühle mit Millionenförderung
In Radeberg (Landkreis Bautzen, Sachsen) gibt es gute Nachrichten für ein bekanntes Kulturdenkmal. Oberbürgermeister Frank Höhme hat am 29. August 2026 den offiziellen Bescheid über die Fördermittel erhalten. Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Zusage übergeben. Damit kann die Sanierung der Hüttermühle endlich starten.
Insgesamt fließen 7,36 Millionen Euro in das Projekt. Das Geld kommt aus dem Investitionsgesetz für die Kohleregionen und deckt 90 Prozent der förderfähigen Kosten ab. Der Weg bis zu diesem Geld war steinig. Zuerst wollte die Stadt das Gelände verkaufen, doch der Stadtrat lehnte das 2021 einstimmig ab. Eine Arbeitsgruppe aus Politik, Verwaltung und dem Förderverein Hüttertal Radeberg setzte sich stattdessen dafür ein, dass die Mühle in städtischer Hand bleibt.
Es gab auch Probleme mit den Töpfen. Zuerst sah es so aus, als gäbe es bis zu 10 Millionen Euro, doch dann waren die Gelder der ersten Förderperiode aufgebraucht. Radeberg konnte sich jedoch über den Landkreis Bautzen bewerben und so die Hürden bei der Sächsischen Aufbaubank nehmen.
Die Hüttermühle hat eine lange Geschichte. Schon im 16. Jahrhundert wurde sie wirtschaftlich genutzt, unter anderem als Walk-, Brettschneide- und Mahlmühle. Ab 1870 gab es dort auch eine Gastwirtschaft. In den 1970er-Jahren wurde das Gebäude einmal grundlegend saniert, doch seit 2010 steht die Mühle leer und verfällt zusehends.
Jetzt geht es erst einmal darum, die historische Bausubstanz zu sichern und die Gebäude denkmalgerecht zu renovieren. Das Ziel ist, dass die Hüttermühle bis Ende 2028 wieder belebt wird. Geplant sind Angebote für Touristen, Kulturräume, Orte für Begegnungen und eine Gastronomie.
Wie genau der Zeitplan für die Bauarbeiten aussieht, ist bislang nicht bekannt. Die Stadt wird nun die nächsten Schritte für die Umsetzung einleiten.
Quelle: Radeberg – zur Originalmeldung