Poppenhausen: Neuer Chef für die Jagdgenossenschaft
In Poppenhausen (Landkreis Fulda) hat sich die Jagdgenossenschaft am 13. August im Rathaus getroffen. Es gab einige wichtige Neuigkeiten, vor allem bei der Führung. Manfred Helfrich hat seinen Posten als Vorsitzender niedergelegt. Früher war es Tradition, dass der Bürgermeister dieses Amt auch übernahm. Die neue Bürgermeisterin Alexandra Ballweg folgt dieser Tradition jedoch nicht. Sie hat ihre Entscheidung in der Runde ausführlich erklärt. Stattdessen wurde Arnulf Müller vorgeschlagen. Er wurde per Handzeichen einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Auch über das Geld wurde gesprochen. Die Genossenschaft hat einen Jagderlös von 1.200 Euro eingenommen. Davon geht ein Teil an die Forstverwaltung von Waldthausen. Von den restlichen 800 Euro fließen 350 Euro als Unterstützung an den Sängerchor Rhönlust. Zudem werden für 380 Euro Anteile für die Nahversorgung „Tante Enso“ gekauft, da diese mit 5 Prozent verzinst werden. Die restlichen 70 Euro kommen in die Rücklagen.
Der Jagdpächter Wolfgang Weiser berichtete über die Jagd. Der Abschussplan wurde erfüllt: Es wurden 15 Rehe (davon zwei Fallwild) und drei Wildschweine geschossen. Probleme gibt es derzeit vermehrt mit Füchsen und Waschbären. Weiser stellte klar, dass die Pächter in befriedeten Bezirken, wie etwa in Gärten oder auf Friedhöfen, nicht jagen dürfen. Er will deshalb einen Artikel für die Poppenhausener Nachrichten schreiben, um die Bürger über die Zuständigkeiten aufzuklären. Zudem gibt es ein Projekt zum Schutz von Rehkitzen: Volker Schery aus Sieblos setzt freiwillig seine private Drohne ein, um Wiesen vor dem Mähen abzufliegen.
Ein Streitpunkt war die Nutzung der Geräte. Es gibt einen Hochentaster, einen Holzspalter für den Traktor und einen elektrischen Holzspalter. Es gab Hinweise, dass diese Geräte teilweise gewerblich genutzt wurden. Die Versammlung stellte deshalb deutlich fest: Die Geräte dürfen nur von Jagdgenossen und nicht für gewerbliche Zwecke genutzt werden. Wie das in Zukunft genau dokumentiert wird, ist noch offen.
Zuletzt ging es um die Finanzen. Der Kassenbestand liegt bei 9.766 Euro. Die Kassenführung wurde als einwandfrei bestätigt, und der Vorstand wurde entlastet. Um die Kommunikation zu verbessern, soll ein E-Mail-Verteiler für die Jagdgenossen eingerichtet werden. Informationen dazu sollen Ende des Jahres zweimal in den Poppenhausener Nachrichten stehen.