Poppenhausen kämpft für eigenen Supermarkt
In Poppenhausen (Landkreis Fulda, Hessen) gibt es eine große Hoffnung auf eine bessere Nahversorgung. Am Dienstagabend startete im Von-Steinrück-Haus eine Kampagne für einen möglichen Tante-Enso-Markt. Das Interesse war riesig: Die Bürgerversammlung war bis auf den letzten Platz gefüllt, viele Leute standen sogar noch im Raum.
Bürgermeisterin Alexandra Ballweg und Thomas Gutberlet von Tante Enso erklärten den Leuten, wie das Konzept funktioniert. Es geht um ein genossenschaftliches Modell. Das bedeutet: Der Markt gehört den Menschen vor Ort. Damit das Projekt in Poppenhausen überhaupt zustande kommt, gibt es eine feste Bedingung. Innerhalb von vier Wochen müssen mindestens 600 Bürgerinnen und Bürger Teilhaber werden.
Die Bürgermeisterin erinnerte dabei an die Nachbargemeinde Schmalnau. Dort hat es bereits geklappt, weil über 800 Menschen mitgemacht haben. Poppenhausen will nun nachziehen. Um die Leute zu motivieren, wurde ein Kampagnenfilm gezeigt, in dem rund 150 Einwohner mitgewirkt haben. Die letzte Szene wurde dafür vor dem tegut-Markt gedreht.
Wer Fragen zum Projekt hat, kann sich an ehrenamtliche Paten wenden. Diese unterstützen die Menschen dabei, Teilhaberscheine zu kaufen. Die Namen der Paten stehen in den Poppenhausener Nachrichten unter der Rubrik „Nachrichten aus dem Rathaus“.
Die Kampagne läuft jetzt genau vier Wochen. Die Bürger haben bis zum 25. August Zeit, sich zu informieren und mitzumachen. Nur wenn die Marke von 600 Teilhabern erreicht wird, kann der Supermarkt in Poppenhausen eröffnen.