Pommelsbrunn plant teuren Gigabit-Ausbau für das Internet
In Pommelsbrunn (Landkreis Nürnberger Land) soll das Internet deutlich schneller werden. Der Gemeinderat hat am 28. Juli entschieden, einen Förderantrag bei Bund und Land zu stellen. Ziel ist es, Gigabit-Anschlüsse bis ins Haus zu bringen.
Ein Gutachten hat gezeigt, dass es im Ort noch zu viele Lücken bei der Versorgung gibt. Ohne staatliche Gelder sei ein Ausbau nicht machbar. Insgesamt geht es um eine Summe von über 13 Millionen Euro. Das Geld setzt sich aus Förderungen vom Bund und vom Land sowie einem Eigenanteil der Gemeinde zusammen. Im Schnitt kostet der Anschluss einer Adresse etwa 6.000 Euro. Insgesamt sollen 2.203 Adressen gefördert werden.
Damit das Projekt klappt, muss die Gemeinde die Kosten zunächst vorfinanzieren und später die Gelder abrufen. Der Antrag muss bis zum 15. September 2026 eingereicht werden. Eine Entscheidung, ob das Geld wirklich fließt, wird wohl im November oder Dezember 2026 fallen. Erst danach kann die Gemeinde die Bauarbeiten ausschreiben.
Im Gemeinderat gab es zudem die Sorge, dass Straßen unnötig oft aufgerissen werden. Bei der Sanierung der Straße 500 in Eschenbach soll deshalb direkt ein Leerrohr eingezogen werden, um spätere Nacharbeiten zu vermeiden.
Neben dem Internet gab es weitere Entscheidungen: In Heldmannsberg darf eine Frau ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage bauen. In Hubmersberg wurde ein Parkplatz genehmigt, wobei die Fläche im Vergleich zur ersten Planung verkleinert wurde. Von 78 auf 52 Parkplätze wurde die Zahl reduziert.
Zudem gibt es schlechte Nachrichten für Pendler und Schüler: Der Shuttlebus der Linie 440 vom Bahnhof Hersbruck zu den Schulen wird zum 1. September 2026 eingestellt. Das Landratsamt sieht hier keine Pflicht mehr für den Transport.