Pomellen: BMW-Kombi mit Diebesgut und gefälschten Papieren gestoppt
Kurz nach Mitternacht hielten Beamte der Bundespolizei in Pomellen (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern) einen BMW Kombi mit polnischer Zulassung an. Im Auto saßen vier Rumänen im Alter von 39, 29, 29 und 16 Jahren. Auf die Frage, warum sie in Deutschland unterwegs seien, antworteten die Männer, sie kämen gerade aus Schweden und wollten zurück nach Rumänien.
Doch bei den ersten Überprüfungen kam schnell heraus, dass der 39-jährige Fahrer und seine beiden 29-jährigen Begleiter bereits bekannt waren. Alle drei hatten in der Vergangenheit schon wegen Diebstählen, unter anderem von Lebensmitteln, polizeilich aufgefallen. Gegen die beiden 29-Jährigen lagen zudem Haftbefehle aus Freiburg vor. Einer sollte eine sechsmonatige Freiheitsstrafe antreten, der andere eine Geldstrafe von 1350 Euro plus Kosten in Höhe von 77,50 Euro bezahlen – ansonsten drohten ihm 90 Tage Ersatzhaft. Außerdem suchte die Staatsanwaltschaft Würzburg einen der Männer wegen Betrugs bei Sozialleistungen.
Dann durchsuchten die Polizisten die Menschen und den Wagen. Bei einem der 29-Jährigen fanden sie Cannabis. Im Auto entdeckten die Beamten zwei komplett gefälschte Führerscheine aus Großbritannien und Italien. Außerdem war der Wagen vollgepackt mit Waren aus Dänemark: Kleidung, Kaffee, Alkohol, Kosmetik, Luftmatratzen und sogar ein Wagenheber waren an Bord. Der Wert liegt bei etwa 900 Euro. An der Kleidung hingen noch die Etiketten und die Diebstahlsicherungen. Der Fahrer behauptete, es handle sich um Spenden, konnte aber keinen Beleg dafür vorzeigen.
Da die drei Erwachsenen bereits wegen ähnlicher Taten bekannt waren, besteht nun der Verdacht der Hehlerei. Die Landespolizei hat die Sachen beschlagnahmt und stimmt das weitere Vorgehen mit der Staatsanwaltschaft ab.
Nach den Kontrollen wurde der eine 29-Jährige direkt in die JVA Neustrelitz gebracht, um seine sechsmonatige Haftstrafe abzusitzen. Sein gleichaltriger Kollege bezahlte die Geldstrafe sofort vor Ort. Er und der 39-jährige Fahrer durften die Heimreise fortsetzen. Um den 16-jährigen Jugendlichen kümmerte sich das Jugendamt, da keine Erziehungsberechtigten gefunden wurden. Er wurde in eine Jugendeinrichtung gebracht, ist laut Polizei aber bereits wieder verschwunden.
Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.