Polizeigewerkschaft fordert besseren Schutz gegen Drohnen
In Berlin (Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland) hat die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) reagiert, nachdem Bundesinnenminister Alexander Dobrindt Maßnahmen zur Drohnenabwehr angekündigt hat. Die Gewerkschaft findet den Plan grundsätzlich gut, sieht aber noch viele Probleme bei der Umsetzung.
Auslöser für die Diskussion waren Vorfälle am Flughafen Leipzig/Halle. Dort wurde deutlich, wie gefährlich unkontrollierte Drohnen sein können. Die DPolG fordert nun, dass die Regierung nicht nur redet, sondern auch Geld locker macht. Die nötige Technik existiere bereits in anderen Ländern und müsse jetzt schnell gekauft werden. So könne man verdächtige Drohnen in Echtzeit erkennen und sofort stoppen.
Ein großes Problem sei zudem das Personal. Die Gewerkschaft warnt davor, dass es bei den Sicherheitsbehörden Stellenkürzungen geben könnte. Angesichts der aktuellen Lage wäre das ein falsches Signal, so die Verantwortlichen.
Zudem will die DPolG, dass nicht nur der Staat zahlt. Auch die Betreiber von wichtigen Anlagen, wie etwa Flughäfen, Seehäfen oder Bahnanlagen, müssten finanziell mithelfen. Diese Einrichtungen gehören zur sogenannten kritischen Infrastruktur und sollten gemeinsam mit dem Bund in moderne Abwehrsysteme investieren.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Organisation im Ernstfall. Die Gewerkschaft fordert klare Zuständigkeiten. Es dürfe kein Chaos darüber geben, wer wann was entscheiden darf. Wenn eine gefährliche Drohne auftaucht, zähle jede Sekunde. Wer handeln muss, müsse dies auch ohne lange bürokratische Wege tun dürfen.
Ob die Forderungen in den kommenden Haushaltsberatungen der Bundesregierung berücksichtigt werden, bleibt abzuwarten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Deutsche Polizeigewerkschaft DPolG im DBB – zur Originalmeldung