Polizei jagt Raser und Lärmfritzen im Schwarzwald
Die Polizei aus Freiburg (Baden-Württemberg) hat am vergangenen Wochenende eine große Jagd auf Raser und zu laute Motorräder gestartet. Die Beamten wollten so die Unfallzahlen senken und gegen den Lärm auf den Straßen vorgehen. Dafür haben sie an verschiedenen Punkten Kontrollstellen aufgebaut und die Geschwindigkeit genau überwacht.
Schon am Freitagnachmittag ging es los. Im Landkreis Lörrach kontrollierte die Polizei die Fahrer an der Bundesstraße 518 bei Eichen und an der Kreisstraße 6352 bei Gersbach. Am Samstag tagsüber folgte eine weitere Kontrolle an der Bundesstraße 317 bei Todtnau-Gschwend.
Am Sonntagmorgen wurde die Jagd ausgeweitet. Im Landkreis Lörrach standen die Beamten an der Hochkopfstrecke bei Präg, an der Landstraße 123 bei Wieden und an der Bundesstraße 317 beim sogenannten Wühre Loch. Gleichzeitig gab es Kontrollen im Landkreis Emmendingen an der Landstraße 186 bei Waldkirch sowie im Landkreis Waldshut an der Landstraße 159 bei Detzteln und Bonndorf im Schwarzwald.
Insgesamt prüften die Polizisten 209 Motorräder und 17 Pkw. 31 Fahrer waren zu schnell unterwegs, davon waren es sogar 17 Autofahrer. Gegen diese Menschen wurden Bußgeldverfahren eingeleitet. Ein Motorradfahrer bekam Ärger wegen eines illegalen Auspuffs, und bei 12 anderen Maschinen wurden technische Mängel gefunden.
Besonders kritisch war ein Fall: Ein Fahrer war vermutlich unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol. Die Beamten ließen bei ihm Blut abnehmen und untersagten ihm sofort die Weiterfahrt. Damit er nicht doch noch einmal ins Auto stieg, nahmen sie ihm den Fahrzeugschlüssel weg. Gegen den Mann wurde Anzeige erstattet.
Die Polizei will solche Kontrollen nicht aufhören. Die Maßnahmen gegen Raser und Lärmfritzen werden mindestens bis Oktober fortgesetzt. Ob und inwieweit sich der Fahrer unter Drogeneinfluss strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.