Pirna: Geld für Sanierung der Marienkirche gesichert
In Pirna (Sachsen) wird ein wichtiges Stück Stadtgeschichte gerettet. Staatsministerin Regina Kraushaar hat am 4. August 2026 einen Fördermittelbescheid über rund 265.000 Euro übergeben. Das Geld geht an Brigitte Lammert vom Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirk Oberelbe Pirna. Damit ist der dritte Bauabschnitt der Turmsanierung an der Stadtkirche St. Marien finanziert.
Der Turm, der bereits 1479 fertiggestellt wurde, ist der älteste Teil der Kirche und braucht dringend Hilfe. Aktuell gibt es ein großes Problem mit dem Regenwasser: Weil Fugen an waagerechten Flächen fehlen, dringt Wasser in das Gebäude ein. Das wäscht das Mauerwerk aus und gefährdet auf Dauer die Stabilität des gesamten Turms.
Neben dem Mauerwerk gibt es noch weitere Baustellen. Das historische Kupferdach der Turmhaube muss komplett erneuert und die Holzschalung repariert werden. Auch die Fenster, die Schallläden und die Gewölbedecke müssen instand gesetzt werden.
Dies ist nicht die erste Unterstützung für die Kirche. Bereits im Jahr 2024 flossen insgesamt 711.050 Euro aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege sowie vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Dieses Geld wurde für die Gerüste und die Arbeiten am Naturstein verwendet.
Die Marienkirche gehört zum nationalen Kulturerbe Deutschlands. Sie ist eine der drei spätgotischen Hallenkirchen in Sachsen und prägt das Stadtbild von Pirna seit Jahrhunderten. Das Geld für die aktuelle Phase kommt aus dem sächsischen Sonderprogramm Denkmalpflege, das seit 2013 besonders wertvolle Kulturdenkmale im Freistaat unterstützt.