Pirna feiert 60 Jahre Mal- und Zeichenzirkel
In Pirna (Sachsen) gibt es eine besondere Tradition: Jeden Montag um 17 Uhr treffen sich die Mitglieder des Mal- und Zeichenzirkels Pirna-Sonnenstein e. V. Sie nehmen ihre Leinwände und Pinsel mit in die Natur, an die Elbe, durch die Gassen der Altstadt oder in die Räume der Stadtbibliothek. Seit 2006 gibt Detlef Schweiger als künstlerischer Leiter die professionellen Tipps und Ratschläge weiter.
Am 10. August 2026 gratulierte Bürgermeister Markus Dreßler dem Verein zum 60-jährigen Bestehen. Der Anlass war die Jubiläumsausstellung „REMINISZENZ – 60 Jahre – 16 Projekte“, die im Kuratorium Altstadt Pirna gezeigt wird. Die Stadt unterstützt den Verein jährlich finanziell, etwa bei den Vereinsräumen oder der Vortragsreihe „Meilensteine der Kunstgeschichte“. Diese Vorträge organisiert der Vorsitzende Thomas Hauthal und sie gehören mittlerweile fest zum Kulturprogramm der Stadt.
Die Geschichte des Zirkels begann 1966 in der DDR. Damals bildeten Betriebe oft kreative Gruppen. So zog eine kleine Gruppe von Kunstinteressierten in zwei Räume im obersten Stockwerk des damals maroden Schlosses Sonnenstein. Über 40 Jahre lang leitete Klaus Drechsel, ein Absolvent der Hochschule für Bildende Künste Dresden, die Gruppe. Nach der Wende löste sich der Zirkel vom Trägerbetrieb (VEB Strömungsmaschinenbau) und gründete sich als Verein.
Aktuell hat der Zirkel 18 Mitglieder. Wer sich die Arbeiten ansehen möchte: Die Ausstellung „Skulptur im Bild“ läuft noch bis zum 27. August 2026 im Kuratorium Altstadt Pirna e.V. am Kirchplatz 10. Besucher können die Werke von Dienstag bis Donnerstag zwischen 14 und 17 Uhr betrachten.
Quelle: Pirna – zur Originalmeldung