Pirmasens: Stadtführung zeigt Geschichte der Lederindustrie
Am Samstag, dem 1. August 2026, lädt das Stadtarchiv zu einer offenen Führung ein. Unter dem Titel „Vom Leder zum Schuh“ geht es um die Industriegeschichte von Pirmasens (Rheinland-Pfalz). Das Ganze findet passend zum Wochenende des Schlabbeflicker-Festivals statt.
Der Gästeführer Herbert Pfeffer zeigt den Teilnehmern, wie aus einer tierischen Rohhaut am Ende ein Schuh oder eine Tasche wird. Er erklärt die vielen Arbeitsschritte und gibt Hintergründe dazu, wie sich die Stadt wirtschaftlich und sozial entwickelt hat. Besonders im Fokus steht das Strecktal, das früher mit sieben Gerbereien eine wichtige Adresse für Leder war.
Ein Beispiel ist die Gerberei Gebrüder Fahr & Co. Diese wurde 1830 von Ernst Georg Fahr gegründet und wurde später zu einem weltweit bekannten Lieferanten. Für die Produktion wurde Eichenrinde genutzt, die von Bäumen stammte, welche der Gründer direkt vor den Toren der Stadt gepflanzt hatte. Später änderte sich die Situation: 1971 wurde die Produktion bei der Fahr AG eingestellt, die Hallen wurden 1978 abgerissen und das Gelände ab 1998 renaturiert. Ganzes Ende fand die Lederproduktion in der Stadt 1992, als die Fabrik Dully in der Zweibrücker Straße schloss.
Die Führung startet um 14.30 Uhr. Treffpunkt ist der Eingang zum Strecktalpark in der Fröhnstraße. Die Teilnahme kostet sieben Euro pro Person, Kinder bis 14 Jahre dürfen kostenlos mitkommen. Wer dabei sein will, wird gebeten, sich bei Peter Felber vom Stadtarchiv unter der Telefonnummer 06331/842299 anzumelden.
Quelle: Pirmasens – zur Originalmeldung