Pirmasens baut Regenüberlaufbecken in der Gründelle neu
In Pirmasens (Rheinland-Pfalz) wird derzeit ein wichtiges Stück der städtischen Infrastruktur erneuert. In der Gründelle entsteht ein neues Regenüberlaufbecken inklusive eines modernen Pumpwerks. Die Stadt gibt an, dass das Großprojekt sowohl zeitlich als auch finanziell im Plan liegt.
Der Neubau ist nötig, weil die alten Anlagen aus dem Jahr 1974 schlichtweg am Ende sind. Der Beton ist porös, das Becken undicht und für die alte Technik gibt es keine Ersatzteile mehr. Zudem waren die Anlagen für die heutigen Bedürfnisse zu groß dimensioniert. Die zuständige Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd hatte die Stadt deshalb verpflichtet, die Volumina anzupassen und die Pumpen zu verkleinern.
Das alte Becken sammelte bisher das Abwasser aus der Parkwaldsiedlung, Teilen vom Horeb sowie aus der Landauer- und Zeppelinstraße. Von dort wurde es mit Hochleistungspumpen über eine Leitung an der Frühwiese vorbei zum Nordstollen und weiter zur Kläranlage im Blümeltal befördert. Das neue Becken wird deutlich kleiner ausfallen und ein Fassungsvermögen von 460 Kubikmetern haben. Zudem bekommt es einen neuen Geröllfang. Das alte Pumpenhaus, das drei Tiefgeschosse hat und bis zu 15 Meter in die Tiefe reicht, wird komplett außer Betrieb genommen. Stattdessen wird ein neues Pumpwerk in Fertigbauweise errichtet und die Trafostation erneuert.
Das Projekt lief in zwei Etappen ab. Zuerst verlegte die Firma Peter Paul zwischen August und Dezember 2025 eine rund 1,5 Kilometer lange Druckleitung von der Landauer Straße zum Nordstollen auf dem Messgelände. Ein Großteil davon wurde offen verlegt, ein Teil in bestehende Rohre eingezogen und ein kurzes Stück unter der Landauer Straße durchgebohrt. Seit März 2026 läuft dann der Umbau des Beckens in der Gründelle.
Oberbürgermeister Markus Zwick und Baudezernent Michael Maas haben sich gemeinsam mit weiteren Verantwortlichen vor Ort ein Bild vom Fortschritt gemacht. Die Planungen stammten vom Ingenieurbüro Thiele, während die Technik vom Büro Trauth & Jacobs kommt. Die Betonarbeiten werden von der Firma Peter Gross ausgeführt.
Die Arbeiten sollen bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Weitere Angaben zum genauen Fertigstellungstermin liegen bislang nicht vor.
Quelle: Pirmasens – zur Originalmeldung