Pflegestützpunkt im Landkreis Emmendingen gibt Tipps bei Hitze
Heiße Sommertage und Hitzewellen bedeuten für ältere Menschen eine große körperliche Belastung. Wenn es an ausreichendem Trinken oder Abkühlung fehlt, kann das schnell zu gesundheitlichen Problemen führen. Das Robert Koch Institut berichtet, dass im Juni 2026 in Deutschland etwa 5.100 Menschen an den Folgen der Hitze starben.
Angehörige sollen auf bestimmte Warnsignale achten. Dazu gehören extreme Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel. Auch Krämpfe, Verwirrtheit und Benommenheit sind Anzeichen für Probleme. In solchen Fällen steigt zudem die Gefahr, dass die Betroffenen stürzen. Wenn der Körper zu stark erschöpft ist, spricht man von Hitzeerschöpfung. Im schlimmsten Fall folgt ein lebensgefährlicher Hitzschlag.
Um das zu verhindern, gibt der Pflegestützpunkt konkrete Tipps: Die Betroffenen sollten mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit trinken, sofern ein Arzt nichts anderes angeordnet hat. Es ist wichtig, den Körper kühl zu halten und anstrengende Tätigkeiten zu vermeiden. Bei Unsicherheiten sollte fachlicher Rat eingeholt werden.
In Notfällen ist schnelles Handeln gefragt. Bei Schwäche, Kreislaufproblemen oder Verwirrtheit muss sofort ein Arzt gerufen werden. Wenn die Person nicht mehr ansprechbar ist, das Bewusstsein verliert oder sehr schnell atmet, ist sofort die 112 zu wählen.
Erste Hilfe sieht so aus: Die Person sollte an einen kühleren Ort gebracht und entkleidet werden. Dann folgt die stabile Seitenlage, indem ein Bein angewinkelt wird. Man kann Luft zufächeln oder die Haut mit lauwarmem Wasser befeuchten. Kühlelemente helfen an Nacken, Leisten und Achselhöhlen. Wichtig ist: Es dürfen auf keinen Fall Medikamente gegen Fieber gegeben werden.