Pfaffenhofen: Schüler lernen Klimaschutz mit riesigem Spielbrett
Nach einem ersten Versuch im Frühjahr an der Georg-Hipp-Realschule, wo knapp 200 Jugendliche mitmachten, ging es im Juli in Pfaffenhofen (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, Bayern) weiter. Drei weitere Schulen waren diesmal an der Reihe: Eine 10. Klasse der Mittelschule Pfaffenhofen, Freiwillige aus den 10. Klassen der FOS Scheyern sowie Jugendliche der 10. und 11. Klasse des Schyren-Gymnasiums Pfaffenhofen nahmen teil. Insgesamt waren es rund 100 Schülerinnen und Schüler.
Damit hat die Stadtverwaltung ihr Bildungsangebot inzwischen an allen weiterführenden Schulen in Pfaffenhofen beziehungsweise mit Pfaffenhofener Schülern umgesetzt. Das Besondere an dem Projekt ist die Art des Lernens. Die Jugendlichen nutzten ein riesiges Spielbrett von etwa zwei Quadratmetern mit mehr als 1.000 Figuren und einer App. Über drei Tage hinweg steuerten sie die Entwicklung der Welt über mehrere Jahrzehnte. Sie mussten entscheiden, wie Regierungen, Unternehmen, Medien und die Wissenschaft zusammenarbeiten.
Im Spiel wurde schnell klar, dass eine Entscheidung an einer Stelle oft Folgen an einer anderen Stelle hatte. Die Jugendlichen mussten auf Wassermangel, Extremwetter, Fluchtbewegungen und Kriege reagieren. Gleichzeitig galt es, die wachsende Weltbevölkerung zu versorgen. So lernten sie, dass nachhaltige Lösungen meist nur durch Kompromisse und Zusammenarbeit funktionieren.
Die Schüler gaben positive Rückmeldungen. Sie lobten vor allem, dass das Spiel realitätsnah war und sie die Zusammenhänge selbst erleben konnten, statt nur Theorie aus Büchern zu lernen. Raimund Gürtner von der Stadtverwaltung zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Jugendlichen bei den schwierigen Entscheidungen.
Die Stadt will die jungen Menschen damit für globale Herausforderungen sensibilisieren. Wer mehr über das Projekt wissen möchte, findet Informationen unter pfaffenhofen.de/weltklimaspiel.