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Paderborn: Neue Fachstelle für Kinderschutz startet

Fachstelle Prävention und Kinderschutz Copyright und Urheber siehe Paderborn

Das Jugendamt in Paderborn bündelt seine Kräfte. Seit Mai hilft eine neue Fachstelle Familien und Kindern in verschiedenen Lebensphasen.

Seit Anfang Mai gibt es im Jugendamt der Stadt Paderborn (Nordrhein-Westfalen) eine neue Fachstelle für Prävention und Kinderschutz. Insgesamt 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten dort nun eng zusammen. Das Ziel ist es, das Wissen an einem Ort zu bündeln und Eltern sowie Kindern besser zu helfen.

Die Unterstützung beginnt schon sehr früh. Familienhebammen und Kinderkrankenschwestern beraten Mütter und Väter bereits während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt. Das Ganze ist kostenlos und vertraulich. Wer möchte, bekommt die Hilfe auch direkt zu Hause. Außerdem gibt es wöchentliche Treffs für Eltern und Babys, die sogenannten Frühstückstreffs „Baby & Ko“ und Kindercafés „Kind & Ko“. Diese finden in der Kernstadt sowie in den Stadtteilen Auf der Lieth und Schloss Neuhaus statt.

Nicht nur Eltern können sich dort melden. Auch Lehrer, Ärzte oder Hebammen, die im Job mit Kindern zu tun haben, können die Fachstelle nutzen. Wenn diese Fachkräfte vermuten, dass ein Kind in Gefahr ist, können sie sich anonym und kostenlos beraten lassen, wie sie weiter vorgehen sollen. Zudem schult das Team Mitarbeiter in Kitas und Schulen, damit Gefahren früher erkannt werden.

Ein wichtiger Teil der Arbeit ist der Jugendschutz. Die Fachstelle führt Kontrollen durch und berät zum Jugendarbeitsschutz. Für Schüler der dritten bis sechften Klasse gibt es spezielle Schulungen gegen Cybermobbing. In den Sommerferien gibt es zudem ein Projekt zum Thema Grenzen und Selbstbestimmung im Rolandsbad. Auch mobile Spielangebote mit dem Spielmobil und Projekte zu Kinderrechten an Grundschulen gehören zum Programm.

Ältere Jugendliche kommen über den Stadtjugendrat zum Zug. Hier werden Schüler zwischen 14 und 20 Jahren pädagogisch begleitet, damit sie ihre Interessen in der Politik der Stadt vertreten können.

Wer den Überblick über alle Hilfen behalten will, kann den „Familien-Navigator“ nutzen. Das ist ein kostenloses Online-Portal unter www.paderborn.de/familien-navigator. Dort finden Familien alle wichtigen Ansprechpartner und Angebote von der Schwangerschaft bis zum Start ins Berufsleben.

Quelle: Paderborn – zur Originalmeldung

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