Paderborn: 73-Jähriger löst Brand in Grunigerstraße aus
Am Montagabend, den 17. August, geschah es in der Grunigerstraße in Paderborn (Kreis Paderborn, Nordrhein-Westfalen). Gegen 18 Uhr bemerkten Zeugen, dass aus einer Wohnung im ersten Stock dichter Rauch aufstieg. Sie riefen sofort die Feuerwehr. Ein Polizeistreifenwagen, der gerade auf der Bahnhofstraße unterwegs war, bemerkte das Geschehen ebenfalls und fuhr schnell zum Haus.
Einige Nachbarn hatten das Gebäude zu diesem Zeitpunkt bereits auf eigene Faust verlassen. Die Polizisten mussten jedoch einen 73-jährigen Bewohner aus der brennenden Wohnung retten. Die Räume im ersten Obergeschoss sind nur über eine Außentreppe erreichbar, was die Rettung prägte.
Der Mann hatte leichte Brandverletzungen und hatte wohl Rauchgase eingeatmet. Zudem machte er auf die Beamten einen betrunkenen Eindruck. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus, wo ihm auch eine Blutprobe entnommen wurde. Eine 32-jährige Frau wurde ebenfalls vorsorglich in eine Klinik gefahren, konnte dort aber noch am selben Abend als unverletzt wieder nach Hause gehen.
Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. So wurde verhindert, dass die Flammen auf die umliegenden Bäume übergriffen. Die Wohnung selbst ist komplett zerstört und kann nicht mehr bewohnt werden. Der Sachschaden liegt bei etwa 100.000 Euro. Die anderen Wohnungen im Haus sind nicht betroffen, dort können die Menschen wohnen bleiben.
Während die Einsatzkräfte arbeiteten, war die Grunigerstraße zwischen der Bahnhofstraße und der Aldegreverstraße komplett gesperrt. Später wurde die Straße wieder freigegeben.
Die Polizei ermittelt nun gegen den 73-Jährigen wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.