Osthessen: Weniger Unfälle aber mehr E-Scooter-Crashs
In Osthessen (Hessen) passierte im Jahr 2025 insgesamt 10.713 Verkehrsunfälle. Das sind 154 Unfälle weniger als im Jahr zuvor. Im Schnitt gab es also alle 49 Minuten einen Zusammenstoß. Während es in ganz Hessen insgesamt mehr Unfälle gab, läuft es in Osthessen tendenziell besser.
Besonders gute Nachrichten gibt es bei den Todeszahlen. Nur 17 Menschen verloren ihr Leben im Straßenverkehr. Das ist der niedrigste Wert, den das Polizeipräsidium Osthessen je verzeichnet hat. Die meisten dieser schweren Unfälle passierten auf Autobahnen oder auf Straßen außerhalb von Ortschaften. Auf den Autobahnen sank die Zahl der Toten sogar massiv: Hier starben nur zwei Menschen, im Vorjahr waren es noch acht.
Nicht überall geht es bergab. In der Region Fulda stiegen die Unfallzahlen leicht an. Dort verloren acht Menschen ihr Leben, im Jahr davor waren es nur drei. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg lief es besser, dort sank die Zahl der Toten von acht auf vier. Im Vogelsbergkreis blieb die Zahl mit drei Toten gleich.
Ein neues Problem sind die E-Scooter. Die Zahl der Unfälle mit diesen Elektro-Rollern hat sich verdoppelt. Auch bei Pedelecs gibt es einen deutlichen Anstieg bei den Schwerverletzten. Die Polizei warnt zudem vor zu viel Tempo: Hohe Geschwindigkeit ist nach wie vor einer der Hauptgründe für die Crashs. Außerdem gab es alle drei Stunden einen Unfall mit Wildtieren.
Neben dem menschlichen Leid gibt es auch einen hohen finanziellen Schaden. Bei 9.150 Unfällen gab es nur Sachschäden. Die Polizei schätzt den volkswirtschaftlichen Schaden auf rund 50 Millionen Euro.
Die Polizei will nun noch stärker auf Prävention und Kontrollen setzen, um die Sicherheit auf den Straßen weiter zu verbessern. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.