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Ostallgäu: Hitzewelle setzt Wäldern schwer zu

Die aktuelle Hitze bringt nicht nur Waldbrandgefahr, sondern schadet den Bäumen im Ostallgäu auf viele Arten.

Süddeutschland leidet derzeit unter der dritten Hitzewelle. Vor allem in Oberbayern gab es deshalb schon mehrere Waldbrände, die mühsam gelöscht werden mussten. Die Menschen wurden deshalb bereits mehrfach gewarnt, im Wald vorsichtig mit Feuer umzugehen.

Doch die Hitze hat noch andere Folgen für die Natur im Ostallgäu (Landkreis Ostallgäu, Bayern). Forstdirektor Stephan Kleiner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren berichtet, dass vor allem der Borkenkäfer ein Problem ist. In den Fichtenwäldern hat das Insekt gerade ideale Bedingungen. Bei Wärme und Trockenheit ist der Käfer besonders aktiv und kann die geschwächten Bäume leichter befallen.

Die Forstverwaltung rät allen Waldbesitzern, ihre Fichten alle zwei Wochen zu prüfen. Man soll auf Bohrmehl, Löcher in der Rinde oder austretendes Harz achten. Wenn ein Baum befallen ist, muss er schnell gefällt und aus dem Wald geholt werden, damit die Nachbarbäume geschützt bleiben.

Auch die jungen Bäume leiden. Viele Setzlinge, die erst im Frühjahr gepflanzt wurden, sind bereits vertrocknet. Das ist ein wirtschaftlicher Verlust für die Besitzer und verzögert das Wachstum des Waldes um ein ganzes Jahr. Besonders auf offenen Flächen ohne Schutz durch alte Bäume ist die Situation schlimm.

Zudem wachsen die Bäume diesen Sommer langsamer und können weniger Kohlenstoff aus der Luft aufnehmen. Einige Bäume, wie Linden oder Birken, werfen schon jetzt ihre Blätter ab, um Wasser zu sparen. Das führt dazu, dass Äste absterben. Waldbesitzer sollten deshalb öfter kontrollieren, ob tote Äste etwa über Straßen oder Gebäuden hängen und diese entfernen.

Um die Wälder widerstandsfähiger zu machen, empfiehlt Forstdirektor Kleiner den Umbau zu Mischwäldern. Bäume verschiedener Arten kommen mit der Hitze besser klar als reine Fichtenbestände. Wer Hilfe braucht, kann sich kostenlos bei den Förstern der Bayerischen Forstverwaltung beraten lassen.

Quelle: Friesenried – zur Originalmeldung

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