Ostallgäu: Hitzewelle setzt Wäldern schwer zu
Süddeutschland leidet aktuell unter der dritten Hitzewelle. Vor allem in Oberbayern gab es deswegen schon mehrere Waldbrände, die mühsam gelöscht werden mussten. Die Behörden rufen die Menschen deshalb auf, im Wald extrem vorsichtig mit Feuer zu sein.
Doch die Hitze bringt nicht nur Brandgefahr. Im Ostallgäu (Bayern) haben die trockenen Bedingungen es dem Borkenkäfer leicht gemacht. Besonders Fichten sind betroffen. Die Käfer sind bei Wärme aktiv und können die geschwächten Bäume leichter befallen. Waldbesitzer sollen deshalb alle zwei Wochen prüfen, ob es Bohrmehl oder Harzfluss an den Stämmen gibt. Befallene Bäume müssen schnell gefällt und aus dem Wald geschafft werden, damit die anderen Bäume nicht auch krank werden.
Auch die jungen Bäume haben es schwer. Viele Setzlinge, die erst im Frühjahr gepflanzt wurden, sind bereits vertrocknet. Das ist ein wirtschaftlicher Schaden für die Besitzer und verzögert das Wachstum des Waldes um ein ganzes Jahr. Zudem wachsen die Bäume insgesamt langsamer, wodurch sie weniger Kohlenstoff aus der Luft speichern können.
Gefährlich wird es zudem für Spaziergänger. Manche Bäume wie Linden oder Birken werfen zum Schutz ihre Blätter ab. Ganze Äste können absterben. Waldbesitzer müssen deshalb öfter kontrollieren, ob tote Äste etwa über Straßen oder Häusern hängen und diese entfernen.
Um die Wälder fit für die Zukunft zu machen, raten die Experten zu Mischwäldern. Diese kommen mit der Hitze besser klar als reine Fichtenwälder. Wer Hilfe beim Umbau seines Waldes braucht, kann sich kostenlos bei den Förstern der Bayerischen Forstverwaltung beraten lassen.
Quelle: Eggenthal – zur Originalmeldung