Osnabrück: Magdeburger Fans stürmen Stadion-Eingang
Am Samstagnachmittag war eigentlich große Vorfreude in Osnabrück (Niedersachsen). Der VfL Osnabrück bestritt sein erstes Heimspiel der Saison in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Magdeburg. Doch für die Gäste aus Sachsen-Anhalt lief die Anreise nicht nach Plan. Ihr Zug kam mit Verspätung am Hauptbahnhof an, sodass die Fans erst eintrafen, als die zweite Halbzeit bereits lief.
Als die Anhänger am Stadion „Bremer Brücke“ ankamen, ging es hektisch zu. Die Fans wollten nicht auf die Ticket- und Personenkontrollen warten. Stattdessen versuchten sie, den Kassen- und Eingangsbereich einfach zu stürmen. Etwa 50 Menschen aus der Magdeburger Fan-Szene schafften es so, ohne Kontrolle ins Stadion zu gelangen.
Die Polizei musste schnell reagieren und bildete eine Kette, um den weiteren Ansturm zu stoppen. Dabei kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen. Ein Polizist wurde verletzt, als er ein Absperrgitter überstieg. Auch zwei Ordner zogen Verletzungen aus den Tumulten davon. Zudem beworfen die Fans mehrere Beamte mit einem vollen Becher Skyr.
Die Polizei ermittelt nun wegen Landfriedensbruchs gegen die Beteiligten. Neben einer möglichen Strafe drohen den Verursachern nun auch Stadionverbote.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich einzelne Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.