Oldenburg: Zoll und Stadt nehmen Vapes von Jugendlichen weg
Die Stadt Oldenburg (Niedersachsen) und der Zoll haben am Freitagabend, den 7. August, die Innenstadt abgesucht. Diesmal standen nicht die Läden im Fokus, sondern die Jugendlichen selbst. Die Einsatzkräfte suchten die typischen Treffpunkte auf und sprachen die jungen Leute direkt an.
Die Beamten wollten wissen, woher die Jugendlichen ihre Vapes bekommen und ob sie überhaupt wissen, dass das Zeug für Minderjährige verboten ist. Dabei ging es vor allem um die gesundheitlichen Risiken und das Rauchverbot für alle unter 18 Jahren.
Im Laufe des Abends nahmen die Kontrolleure elf Vapes an sich. Einige dieser Produkte sind in Deutschland gar nicht für den Verkauf zugelassen. Ein Fall sorgte für besonderes Aufsehen: Einer der kontrollierten Jugendlichen war erst elf Jahre alt.
Mario Mohrmann vom Amt für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg betonte, dass Nikotinprodukte immer öfter auch bei sehr jungen Kindern auftauchen. Viele wüssten gar nicht, wie gefährlich das für die Entwicklung des Gehirns ist oder wie schnell man abhängig wird. Zudem könnten illegale Vapes unbekannte und schädliche Stoffe enthalten.
Die Stadt arbeitet nun mit der Organisation „Ziel Prävention“ zusammen. Es sollen Workshops und Online-Infos für Eltern und Kinder erstellt werden, um das Bewusstsein für die Gefahren zu schärfen.
Die sichergestellten Vapes werden nun genau geprüft. Wenn die Beamten feststellen, dass gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen wurde, folgen entsprechende Straf- oder Bußgeldverfahren. Weitere gemeinsame Kontrollen sind bereits geplant.
Quelle: Oldenburg – zur Originalmeldung