Oldenburg: Holger Denckmann zieht Bilanz nach erstem Amtsjahr
Holger Denckmann (42) ist seit dem 1. Juli 2025 im Amt. In seinem Verantwortungsbereich in Oldenburg (Niedersachsen) liegen unter anderem die Ämter für Schule, Bildung und Sport sowie Kultur und Museen. Auch der Eigenbetrieb für Gebäudewirtschaft und Hochbau gehört zu seinen Aufgaben. In einem Gespräch über sein erstes Jahr beschreibt er seine Rolle vor allem darin, verschiedene Themen und Menschen zusammenzubringen.
Ein Schwerpunkt im vergangenen Jahr war der Schulbau. In der Stadt werden derzeit an mehreren Standorten gleichzeitig neue Gebäude gebaut, erweitert oder saniert. Damit der Unterricht trotzdem läuft, wurden in der Alexanderstraße Interimsschulen eingerichtet. Diese dienen als Übergangslösung, während die eigentlichen Bauprojekte laufen. Denckmann besuchte in seinem ersten Jahr fast 40 Schulen, um sich ein Bild von der Lage und der Bildungsgerechtigkeit vor Ort zu machen.
Auch bei den Gebäuden gibt es große Projekte. So wird derzeit die Sanierung der Tiefgarage am Stadtmuseum gesteuert. Um solche Millionenprojekte besser im Griff zu haben, wurde der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau zum 1. Januar dieses Jahres organisatorisch neu aufgestellt. Ziel ist es, die Verantwortlichkeiten klarer zu regeln und die Zusammenarbeit zu verbessern.
Im Kulturbereich war die Eröffnung des neuen Stadtmuseums ein wichtiger Moment. Das Haus soll nicht nur Geschichte zeigen, sondern ein Ort für Begegnungen sein. Ein gemeinsames Foyer und Café mit dem Horst-Janssen-Museum laden Besucher ein, ohne Eintritt zu verweilen. Ein Beispiel für die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche war zudem das „Stadionsingen“, das gemeinsam von der Musikschule und dem Fachdienst Sport organisiert wurde.
Um die Wege in der Verwaltung kürzer zu machen, wurde der Fachdienst Sport seit dem 1. Juli dem Amt für Schule, Bildung und Sport zugeordnet. Denckmann räumt ein, dass kommunale Entscheidungen oft Zeit brauchen und Verzögerungen bei Bauprojekten oder im Vergabewesen schwierig zu erklären sind. Er setzt jedoch auf eine Kultur des „Möglichmachens“ und die Vernetzung der verschiedenen Bereiche.
Quelle: Oldenburg – zur Originalmeldung