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Oldenburg feiert fast 1000 neue deutsche Staatsbürger

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Im Kulturzentrum PFL kamen viele Menschen zusammen, die nun offiziell die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Die Stadt rechnet für dieses Jahr mit einem neuen Rekord.

Am Donnerstag, den 3. September, gab es in Oldenburg (Niedersachsen) eine besondere Feier. Im Kulturzentrum PFL in der Peterstraße 3 gratulierte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann den neuen deutschen Staatsbürgern. Insgesamt haben im Jahr 2025 genau 998 Menschen in der Stadt den deutschen Pass erhalten. Damit sind sie nun gleichberechtigte Bürger mit allen Rechten und Pflichten.

Es war bereits die zweite Feier dieses Jahres, weil so viele Menschen eingebürgert wurden. Gleichzeitig war es ein Jubiläum: Schon zum 20. Mal veranstaltete die Stadtverwaltung diesen Festakt. Die meisten der neuen Bürger kommen aus dem Irak (485 Menschen), aus Syrien (208 Menschen) und aus dem Iran (41 Menschen).

Vier Gäste erzählten während der Feier von ihrem Weg in die neue Heimat. Da war zum Beispiel Maria Davila aus Kolumbien, die als Prozessmanagerin bei der EWE arbeitet. Abdul Rahman Hamidi aus Afghanistan ist als Fachinformatiker bei der Firma Cordes & Graefe in Stuhr tätig und hilft zudem ehrenamtlich als Dolmetscher bei Arztbesuchen. Rezgar Hussein aus Syrien arbeitet als Ingenieur und Objektleiter bei den Niedersachsen Ports in Brake und kandidiert diesen Monat für den Stadtrat der SPD. Auch die Gesangslehrerin Lilit Durinyan-Gran aus Armenien sprach vor den Gästen und sang später zwei Lieder.

Für die Musik sorgte ein Hornquartett der städtischen Musikschule. Zum Abschluss sangen alle Anwesenden gemeinsam mit Tilda Bonthuis die deutsche Nationalhymne.

Das städtische Ausländerbüro beobachtet seit Mitte 2021, dass immer mehr Menschen den Antrag auf Einbürgerung stellen. Gründe dafür sind vor allem die Fluchtbewegungen von 2015 und 2016, aber auch Fachkräfte, die zur Arbeit kommen, oder Menschen, die hier studieren. In den Jahren 2024 und 2025 wurden jeweils etwa 1.000 Menschen eingebürgert. Für das Jahr 2026 rechnet Leiter Norbert Folkerts nun mit über 1.300 Fällen. Das wäre ein neuer Höchststand für Oldenburg. Zum Vergleich: Zwischen 2015 und 2020 waren es pro Jahr nur zwischen 236 und 319 Menschen. Um die Arbeit zu schaffen, musste die Stadt mehr Personal einstellen.

Insgesamt leben in Oldenburg laut Stand vom 31. Juli 2026 etwa 23.886 Ausländer aus 156 verschiedenen Nationen. Die Stadtverwaltung bearbeitet die Anträge bereits seit dem Jahr 2000. Im Vergleich zu anderen Städten in Niedersachsen gibt es in Oldenburg besonders viele Anträge, was vor allem an der hohen Zahl von Menschen aus Syrien und dem Irak liegt.

Quelle: Oldenburg – zur Originalmeldung

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