Odenthal plant Wärmeversorgung im verkürzten Verfahren
In Odenthal (Rheinisch-Bergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) wird die Zukunft der Heizungen geplant. Der zuständige Ausschuss für Umwelt, Mobilität, Wirtschaft und Kultur hat am 28. Mai 2026 beschlossen, die sogenannte kommunale Wärmeplanung durchzuführen. Dabei wählt die Gemeinde einen Abkürzung: das verkürzte Verfahren.
Der Grund dafür ist eine Vorprüfung. Die Gemeinde hat untersucht, ob sich ein großes Wärmenetz oder ein Wasserstoffnetz für das Gebiet lohnen würde. Das Ergebnis ist eindeutig: Beides ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht geeignet. Es gibt im Ort derzeit kein Wärmenetz und auch keine Anzeichen für große Mengen an Abwärme oder erneuerbaren Energien, die man zentral nutzen könnte.
Auch die Art, wie die Häuser im Ort verteilt sind, spielt eine Rolle. Die Siedlungsstruktur passt nicht zu einem wirtschaftlichen Netzbetrieb. Die Firmen RheinNetz GmbH und BELKAW haben diese Einschätzung bestätigt. Besonders bei Wasserstoff sieht es schlecht aus, da es keine Grundlage gibt, das bestehende Gasnetz darauf umzustellen.
Was bedeutet das nun für die Bewohner? Die Gemeinde geht davon aus, dass die Wärmeversorgung in Zukunft dezentral erfolgen wird. Das heißt, jeder Hausbesitzer ist weitgehend selbst für seine Heizlösung verantwortlich. Die Planung der Gemeinde dient nur als strategische Orientierung. Sie ist keine verbindliche Vorschrift, welche Heizungsart ein einzelner Eigentümer in seinem Haus einbauen muss.
Die gesamte Planung muss laut Gesetz bis zum 30. Juni 2028 fertiggestellt sein. Da Odenthal nun das verkürzte Verfahren nutzt, können einige aufwendige Untersuchungen übersprungen werden.
Quelle: Odenthal – zur Originalmeldung