Oberreichenbach: Hundesteuer steigt und Bauhof wird saniert
In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 23. Juli 2026 in Oberreichenbach (Baden-Württemberg) standen viele Themen auf dem Tisch. Zuerst ging es um Anerkennung: Die Gemeinde ehrte Sportler aus dem Ort, die in Karate, Tanzsport, Leichtathletik und Laufsport Erfolge bis auf internationaler Ebene gefeiert haben.
Ein großes Projekt betrifft den örtlichen Bauhof. Das Gebäude steht seit 1983 und wurde außer am Dach kaum modernisiert. Jetzt wurde die Planung für eine Sanierung genehmigt. Die Mitarbeiter bekommen bessere Sozialräume und zeitgemäße Arbeitsbereiche. Außerdem wird die alte Heizung gegen eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe ausgetauscht, um den Arbeitsplatz attraktiver und hygienischer zu machen.
Für Hundebesitzer wird es etwas teurer. Ab dem 1. Januar 2027 steigt die Steuer für den ersten Hund von 96 Euro auf 110 Euro pro Jahr. Auch die Sätze für Zweithunde und Kampfhunde sowie die Gebühren für Ersatzmarken werden angepasst. Insgesamt sind im Ort 243 Hunde gemeldet. Gleichzeitig will die Gemeinde gegen Hundekot auf den Straßen vorgehen. Die Verwaltung soll nun Regeln ausarbeiten, wie Verstöße in Zukunft bestraft werden können.
Auch beim Strom gibt es Neuigkeiten. Die Netze BW GmbH bleibt ab dem 1. September 2026 Betreiber des Netzes. In den letzten fünf Jahren wurden bereits 4,9 Millionen Euro investiert, und für 2026 und 2027 sind weitere 2 Millionen Euro für neue Kabel und Netzverstärkungen geplant. Die Versorgung ist stabil: Im Jahr 2025 fiel der Strom pro Kunde im Schnitt nur 4,4 Minuten aus. Zudem gibt es im Ort bereits 382 Photovoltaikanlagen und 42 Balkonkraftwerke.
Finanziell sieht es laut dem Jahresabschluss 2022 gut aus. Die Gemeinde konnte den Haushalt ausgleichen und Schulden abbauen, während sie in das Rathaus, Straßen und Breitband investierte. Das Ergebnis lag bei rund 1,81 Millionen Euro. Bürgermeister Johannes Schaible warnte jedoch, dass solche Zahlen in Zukunft wohl kaum noch möglich sein werden.
Zuletzt gab es gute Nachrichten für den Gewässerschutz. Das Land Baden-Württemberg bewilligt rund 1,3 Millionen Euro für das Regenüberlaufbecken Unterkollbach. Damit wird die letzte Etappe eines großen Sanierungsplans für die Abwasserinfrastruktur im Ort umgesetzt.