Obernburg: Hitze stresst Bäume und erhöht Brandgefahr
Die anhaltende Hitze und der Mangel an Regen hinterlassen in Obernburg deutliche Spuren. Sowohl im Stadtwald als auch bei den Bäumen in der Stadt sieht man die Folgen. Viele Blätter verfärben sich zu früh oder fallen bereits ab, auch Nadeln werden verloren. Besonders hart trifft es Buchen, Birken und Lärchen.
Ein großes Problem ist derzeit der sogenannte Grünastbruch. Das bedeutet, dass Äste plötzlich abbrechen können, obwohl sie von außen noch grün und gesund aussehen. Wer an Straßen und Wegen unterwegs ist oder auf einer Bank unter einem Baum sitzt, sollte deshalb vorsichtig sein, da eine Gefahr besteht.
Parallel dazu steigt die Gefahr für Waldbrände massiv an. Da Gras, Laub und Bodenvegetation komplett ausgetrocknet sind, reicht schon ein kleiner Funke für ein Feuer. Die Stadt warnt vor heißen Motoren, Auspuffanlagen oder weggeworfenen Glasflaschen. Rauchen und offenes Feuer sind im Wald streng verboten. Zudem müssen alle Zufahrten und Wege frei bleiben, damit die Feuerwehr und die Retter im Ernstfall schnell durchkommen.
Interessant ist, dass auch Starkregen momentan kaum hilft. Wenn es nach einer langen Trockenperiode plötzlich heftig gewittert, kann der Boden das Wasser nicht schnell genug aufsaugen. Das Wasser fließt einfach oberflächlich ab, was an Hängen zu Ausspülungen führen kann. Damit wird das Wasserdefizit im Boden nicht behoben. Viel wichtiger wären mäßige Regenfälle, die über längere Zeit fallen.
Die Folgen dieser Dürre werden wohl noch lange spürbar sein. Geschwächte Bäume sind in den nächsten Jahren anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Bei jungen Forstkulturen müssen vermutlich viele Bäume nachgepflanzt werden. Es kommt nun darauf an, ob sich die Wasserspeicher im Boden über den Herbst und Winter wieder füllen können.
Die Stadt beobachtet die Lage weiter. Wer Fragen hat, kann sich direkt per E-Mail an den Förster Tobias Wallrapp unter [email protected] wenden.