Oberkrämer: Mähroboter können für Igel tödlich sein
Im Landkreis Oberhavel (Brandenburg) gibt es eine wichtige Warnung für alle Gartenbesitzer. Anlass ist der Weltnaturschutztag am 28. Juli. Die Kreisverwaltung möchte darauf aufmerksam machen, dass automatisierte Gartengeräte wie Mähroboter, Rasentrimmer oder Motorsensen für Igel oft tödlich enden.
Das Problem ist das Verhalten der Tiere: Wenn ein Igel Gefahr spürt, rennt er nicht weg. Er rollt sich zusammen und stellt sich tot. Diese Strategie hilft ihm gegen Mähroboter nicht. Die Geräte fahren oft einfach über die Tiere hinweg. Das führt zu tiefen Schnittwunden oder Amputationen. Besonders junge Igel, die ab Anfang August auch tagsüber neugierig unterwegs sind, sind gefährdet. Da Igel keine Schmerzen zeigen, sterben viele verletzt in ihren Verstecken, ohne dass es jemand merkt.
Um die Tiere zu schützen, gibt es einfache Regeln. Igel sind vor allem in der Nacht und in der Dämmerung aktiv. Deshalb sollten Mähroboter am besten nur tagsüber zwischen 10.00 und 17.00 Uhr laufen. Wer mit einer Motorsense oder einem Aufsitzmäher arbeitet, sollte die Fläche vorher ablaufen und kontrollieren, ob sich ein Tier im Gras versteckt.
Zudem hilft es, Blühflächen als Rückzugsorte nicht zu mähen. Wer einen neuen Roboter kauft, kann auf Modelle mit Frontantrieb oder schwenkbaren Klingen achten, da diese sicherer für die Tiere sind.
Wer mehr wissen möchte, findet Tipps in einem PDF-Dokument oder auf der Internetseite der Kreisverwaltung unter www.oberhavel.de/Bürgerservice/Umwelt-und-Natur/Naturschutz.
Quelle: Oberkrämer – zur Originalmeldung