Oberhaching: Neue Abstimmung über Kita-Essen im Februar
In den Kitas von Oberhaching (Landkreis München) geht es um das Mittagessen. Die Gemeinde möchte, dass die Kinder gesund und kindgerecht essen, wobei auch Allergien oder religiöse Regeln beachtet werden müssen. Bisher lieferte die Firma „apetito“ das Essen, was für viele Eltern passte. Nur in der Kita Villa Kunterbunt wollten die Eltern einen Wechsel. Das hat die Gemeinde bereits umgesetzt, dort kocht nun die „Kinderküche“.
Jetzt gibt es für alle anderen Einrichtungen eine neue Chance. Im Februar wird in den Kitas erneut abgefragt, ob die Eltern mit dem aktuellen Anbieter zufrieden sind oder sich jemanden anderen wünschen. Wenn sich eine Mehrheit für einen Wechsel entscheidet, organisiert die Gemeinde Probeessen mit verschiedenen Firmen. Die Eltern können dabei auch selbst Anbieter vorschlagen. Die Kinder sollen bei der Entscheidung ebenfalls mitreden dürfen.
Damit das Ganze rechtlich klappt, hat der Gemeinderat bereits beschlossen, die Satzungen und Gebührenordnungen im Frühjahr zu ändern. Dann kann in jeder Kita einzeln über den Lieferanten entschieden werden.
Die Gemeinde stellt dabei klar, dass sie mit dem Essen kein Geld verdient. Im Gegenteil: Die Verpflegung kostet die Stadt viel Geld. Für das Jahr 2025 rechnet die Gemeinde allein im Bereich Verpflegung mit einem Minus von 77.456 Euro. Dieser Betrag muss komplett von der Gemeinde übernommen werden.
Insgesamt werden in den Einrichtungen täglich etwa 783 Essen ausgegeben. Die Eltern zahlen dafür eine Monatspauschale von 105 Euro. In der Villa Kunterbunt liegt die Pauschale aufgrund des anderen Anbieters bei 125 Euro. Pro Portion schießt die Gemeinde im Schnitt 2,80 Euro zu, da die Elternbeiträge nicht ausreichen, um die Kosten für Lebensmittel, Personal und Strom zu decken.