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Oberhaching lehnt Erweiterung von Gewerbegebiet in Taufkirchen ab

Die Gemeinde Oberhaching macht deutlich: Die Pläne für ein riesiges Gewerbegebiet in Taufkirchen gehen so nicht durch. Vor allem der Verkehr an der Autobahnausfahrt bereitet Sorgen.

Die Gemeinde Taufkirchen plant, das Gewerbegebiet an der Karwendelstraße massiv zu vergrößern. Geplant sind zwei Bebauungspläne für eine Fläche von mehr als 15 Hektar. Dort sollen große Logistikflächen entstehen und Gebäude bis zu 20 Meter hoch gebaut werden. Ein Teil dieses Gebiets würde direkt an die Grenze zu Oberhaching (Landkreis München, Bayern) stoßen und läge nur knapp 200 Meter von Wohngebieten entfernt.

Oberhaching lehnt diese Pläne in der aktuellen Form ab. Der Hauptgrund ist der Verkehr rund um die Autobahnanschlussstelle Oberhaching. Dort gibt es einen sogenannten Doppelknotenpunkt, an dem die Tölzer Straße, die Karwendelstraße, die Münchner Straße und die Kreisstraße M11 aufeinandertreffen. Dieser Bereich ist bereits heute stark belastet. Die Gemeinde befürchtet, dass neue Logistikbetriebe, eine Erweiterung des Aldi-Marktes oder etwaige Tankstellen die Situation weiter verschärfen würden.

Zudem gibt es Kritik an den Verkehrsprognosen. Oberhaching sieht nicht klar, ob wichtige Projekte eingerechnet wurden. Dazu gehört etwa das geplante „Quartier am Bahnhof“ in Taufkirchen, das ebenfalls mehr Verkehr bringen wird. Auch eigene Planungen in Oberhaching könnten durch den zusätzlichen Druck an der Autobahnausfahrt gefährdet werden.

Ein weiterer Streitpunkt sind die geplanten Fahrspuren. Das Verkehrsgutachten sieht zusätzliche Spuren an den Knotenpunkten vor. Teile dieser Maßnahmen würden jedoch auf dem Gebiet von Oberhaching liegen. Die Gemeinde gibt an, dass betroffene Eigentümer und Baulastträger bisher nicht in die Planungen einbezogen wurden.

Oberhaching hat nun im laufenden Verfahren eine ausführliche Stellungnahme abgegeben. Die Gemeinde fordert eine genauere Prüfung der Verkehrsprognosen und will wissen, ob die bestehende Infrastruktur die Last überhaupt tragen kann. Ob die Pläne nun geändert werden, bleibt abzuwarten.

Quelle: Oberhaching – zur Originalmeldung

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