Oberhaching führt Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ein
In Oberhaching (Landkreis München, Bayern) ändern sich die Regeln für die Betreuung von Grundschulkindern. Ab September sind Gemeinden gesetzlich dazu verpflichtet, eine Ganztagsbetreuung anzubieten. Die Gemeinde ist darauf vorbereitet und setzt den Rechtsanspruch ab dem kommenden Schuljahr vollständig um. Aktuell werden bereits über 80 Prozent des Bedarfs gedeckt.
Besonders bei der Ferienbetreuung gibt es große Änderungen. Die pauschale Feriengebühr fällt weg. Stattdessen zahlen Familien künftig nur noch für die Tage, an denen die Kinder tatsächlich betreut werden. Das soll das System fairer und transparenter machen. Wer Sozialermäßigungen bekommt oder mehrere Kinder anmeldet, behält diese Vorteile weiterhin. Damit das rechtlich alles passt, werden die Verträge und Satzungen gerade überarbeitet.
Auch bei der Planung gibt es ein neues System. Die Eltern buchen die Betreuung nun halbjährlich. Im Juni geht es um die Wochen im September, Herbst, Weihnachten und Fasching. Im Januar werden dann die Plätze für Ostern, Pfingsten und die Sommerferien im August festgelegt. Gleichzeitig gibt es eine gute Nachricht für die Eltern: Die Gemeinde reduziert die Schließtage von bisher 30 auf nur noch 20 Tage pro Jahr. Diese Regeln gelten ab sofort einheitlich für alle Grundschulkinder, nicht mehr nur für die Erstklässler.
Damit das Ganze funktioniert, setzt die Gemeinde auf Flexibilität. Das Personal wird je nach Anzahl der gebuchten Kinder geplant. Wenn weniger Kinder kommen, werden Gruppen zusammengelegt. Die Gemeinde sieht darin eine Chance für die Kinder, neue Freunde zu finden.
Zusätzlich bleibt das normale Ferienprogramm bestehen. Zudem will die Gemeinde enger mit örtlichen Vereinen zusammenarbeiten, um das Angebot für die Kinder vielfältiger zu machen.