Nürnberg: Video-Anhänger soll Aufseßplatz sicherer machen
In der Nürnberger (Bayern) Südstadt gibt es einen neuen Wächter auf Rädern. Seit Mittwoch, dem 2. September 2026, steht am Aufseßplatz ein Videoanhänger. Es ist erst der zweite dieser Art in der Stadt, nachdem zuvor bereits der Nelson-Mandela-Platz so überwacht wurde.
Der Grund für den Einsatz ist die Lage auf dem Platz. Dort wird viel zu viel Alkohol getrunken. Das führt oft zu Streit, Pöbeleien und sogar zu Schlägereien. Passanten, Anwohner und die Leute aus den Geschäften fühlen sich dadurch belästigt. Die Polizei hat bemerkt, dass die Straftaten in den letzten Monaten zugenommen haben. Deshalb gibt es dort bereits seit Dezember 2025 eine Alkoholverbotszone.
Die Kameras am Anhänger können schwenken und filmen den Platz komplett rundherum. Die Polizei sagt, dass sie so Störungen schneller bemerkt und schneller eingreifen kann. Damit die Privatsphäre gewahrt bleibt, gibt es eine sogenannte Privatzonenausblendung. Das heißt, private Bereiche von Gebäuden oder die Außenbereiche von Restaurants werden einfach schwarz geschaltet und nicht gefilmt. Schilder vor Ort informieren die Menschen darüber, dass gefilmt wird.
Die Beamten setzen auf ein Gesamtpaket. Neben den Kameras gibt es Streifen von uniformierten und zivilen Polizisten sowie gezielte Kontrollen. Die Polizei hofft, dass dieses Modell nun auch am Aufseßplatz funktioniert, so wie es zuvor am Nelson-Mandela-Platz und im Celtispark geklappt hat. Dort hat sich die Sicherheitslage verbessert.
Um die Bürger abzuholen, waren Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd am Mittwoch direkt am Platz. Sie haben Fragen zur Überwachung und zur Sicherheit beantwortet.
Quelle: Polizeipräsidium Mittelfranken – zur Originalmeldung