Nürnberg: Polizei trennt gegensätzliche politische Demonstrationen
Am Montagabend, dem 20. Juli 2026, versammelten sich in Nürnberg (Bayern) ab 18:30 Uhr rund 60 Menschen im Archivpark. Unter dem Motto „Die Regierung muss weg! Neuwahlen jetzt!“ protestierten sie. Gleichzeitig bildeten sich um diese Gruppe herum mehrere Gegenproteste. Insgesamt waren dort etwa 250 Menschen auf den Beinen.
Damit die verschiedenen Lager nicht aufeinanderprallen, griff die Polizei ein. Die Beamten trennten die Gruppen voneinander und stellten im Archivpark sowie an der Route durch den Norden der Stadt Sperrgitter auf.
Als die 60 Demonstranten später zu einem Aufzug aufbrachen, versuchten Gegendemonstranten, sie zu stoppen. In der Pirckheimerstraße bildeten sie zwei Sitzblockaden. Einige Menschen ignorierten die Anweisungen der Polizei und blieben auf der Straße. Die Beamten mussten diese Leute schließlich von der Fahrbahn tragen und notierten ihre Personalien.
Neben den Blockaden gab es auch heftige Wortgefechte. Mehrere Teilnehmer beschimpften ihre politischen Gegner und die Polizisten. In einem Fall wurde ein Mann vorläufig festgenommen. Er hatte zuerst Beamte beleidigt und sich dann gewehrt, als die Polizei ihn festhalten wollte.
Auch unter den Reportern ging es zu. Medienvertreter stritten sich verbal und gingen körperlich aneinander. Ein Mann, der vermutlich für ein Medium arbeitet, soll einen Kameramann während eines Livestreams zu Boden gestoßen haben. Gegen ihn leitete die Polizei Ermittlungen ein.
Die Kriminalpolizei Nürnberg prüft nun im Nachgang, ob es bei den Versammlungen noch weitere Gesetzesverstöße gab. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.