Nürnberg: Nackte Frau geht Amok und greift Polizisten an
Am Samstagmorgen gegen 8 Uhr passierte in Nürnberg (Bayern) eine bizarre Serie von Vorfällen. Eine 39-jährige Deutsche lief völlig nackt durch den Süden der Stadt. Zeugen meldeten per Notruf, dass die Frau Autos beschädige und ihre Hände bluten würden.
Schon vor den ersten Polizeimeldungen war die Frau aktiv. In der Peter-Henlein-Straße beschädigte sie die Windschutzscheibe eines geparkten Wagens. Der 42-jährige Besitzer bemerkte das und jagte die Frau bis zum Nelson-Mandela-Platz. Dort versuchte er, sie festzuhalten, doch die Frau wehrte sich mit Schlägen und Tritten.
Kurz darauf stieg die Frau in einen Bus der VAG. Dort riss sie dem Busfahrer das Handy aus der Hand und schmiss es auf den Boden. Das Gerät wurde zerstört, der Schaden liegt bei etwa 250 Euro. Bevor sie den Platz verließ, schlug sie einem anderen Passanten völlig unvermittelt mit der Faust gegen den Kopf.
Als eine Streife der Bundespolizei eintraf, war die Frau immer noch nackt und sofort aggressiv. Sie griff die Beamten an und versuchte, einem 31-jährigen Polizisten ins Gesicht zu schlagen. Dann rannte sie in das Bahnhofsgebäude. Erst dort konnten die Beamten sie mit Pfefferspray überwältigen und zu Boden bringen.
Bei dem Einsatz verletzten sich zwei Polizisten im Alter von 23 und 31 Jahren leicht. Sie erlitten Schürfwunden und Kratzer. Einer der Beamten musste ins Krankenhaus, weil er vermutlich mit dem Blut der Frau in Kontakt kam.
Nach der Festnahme untersuchten Retter die Frau, vor allem wegen des Pfeffersprays. Dabei bemerkten sie, dass sie sich seltsam verhielt. Sie hatte wohl Drogen konsumiert. Die Frau wurde in eine Klinik gebracht, wo ein Arzt auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Blut abnahm. Zudem musste eine Verletzung an ihrer Hand operiert werden.
Die Polizeiinspektion Nürnberg-Süd hat nun Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es geht unter anderem um Körperverletzung, Sachbeschädigung und den Angriff auf Polizisten. Ob und inwieweit sich die Frau strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeipräsidium Mittelfranken – zur Originalmeldung