Nürnberg baut massiv Schulen und Sporthallen aus
In Nürnberg (Bayern) werden die Klassen voller. Seit 2010 ist die Zahl der Grundschulkinder von etwa 16.000 auf rund 19.600 gestiegen. Deshalb baut die Stadt jetzt an vielen Stellen gleichzeitig, damit die Kinder kurze Wege zur Schule haben und genug Platz zum Lernen ist.
Ein großes Projekt ist das Schulzentrum Südwest in Eibach an der Pommernstraße 10. Dort entstehen die Peter-Henlein-Realschule und das Sigmund-Schuckert-Gymnasium. Insgesamt gibt es dort 85 Klassen für rund 2.500 Schüler, eine gemeinsame Mensa und eine Bibliothek. Die Kosten liegen bei etwa 220 Millionen Euro.
Auch in Langwasser passiert viel. An der Breslauer Straße 296 entsteht ein neuer Campus auf dem alten Gelände der Druckerei Prinovis. Hier kommen ein Gymnasium, eine Realschule und die Berufliche Oberschule Nürnberg (BON) unter einem Dach. Die ersten Klassen der fünften Jahrgangsstufe starteten bereits im September 2025 in Vorläuferklassen. Bis zum Schuljahr 2028/2029 soll das Zentrum fertig sein.
Bei den Grundschulen gibt es viele Einzelprojekte. In Wetzendorf an der Parlerstraße wird eine neue Dreifach-Sporthalle für 20,6 Millionen Euro gebaut, die vor allem der Grundschule Forchheimer Straße dient. Diese Schule selbst ist bereits fertig und nahm zum Schuljahr 2024/2025 den Betrieb auf. In der Grundschule am Thoner Espan wurde Anfang 2025 eine neue Dreifach-Turnhalle für 16,8 Millionen Euro in Betrieb genommen.
Weitere wichtige Baustellen sind die Henry-Dunant-Schule an der Erasmusstraße, wo ein Ersatzneubau für 53 Millionen Euro geplant ist, und die Grundschule Fischbach in der Fischbacher Hauptstraße 118. Dort entstehen ein neuer Hort, Fachräume und eine Sporthalle für rund 16,6 Millionen Euro.
Auch Sanierungen stehen an. Die Ludwig-Uhland-Mittelschule wird umfassend renoviert. Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1908 soll bis Ende 2028 modern und barrierefrei sein. Die Kosten dafür belaufen sich auf 48,9 Millionen Euro.
Die Stadt achtet bei den Bauten auf Nachhaltigkeit. Viele Gebäude bekommen Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder nutzen Wärmepumpen und Geothermie. Zudem wird verstärkt auf Barrierefreiheit geachtet, damit alle Kinder unabhängig von körperlichen Einschränkungen die Schulen nutzen können.
Ein wichtiger Punkt ist die Ganztagsbetreuung. Da ab 2026 ein gesetzlicher Anspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule besteht, müssen in Nürnberg etwa 4.000 neue Plätze geschaffen werden. Deshalb werden viele Schulen direkt mit integrierten Horten geplant, wie etwa bei der Friedrich-Hegel-Schule in Großreuth h. d. V., wo ein Neubau für 16,9 Millionen Euro ab Herbst 2026 entstehen soll.
Quelle: Nürnberg – zur Originalmeldung