Nowega übernimmt Gasleitungen zwischen Lehringen und Visselhövede
Die Firma Nowega GmbH plant einen Wechsel bei den Gashochdruckleitungen zwischen Lehringen und Visselhövede. Es geht um die Leitungen E0801, E0804, E0805 und E0813. Bisher wurden diese für den Bergbau genutzt. Nun sollen sie in das öffentliche Gasnetz überführt und künftig als Gashochdruckleitung 48 betrieben werden.
Insgesamt sind die Rohre rund 25 Kilometer lang und haben einen Durchmesser von etwa einem halben Meter. Sie verlaufen durch die Landkreise Verden, Heidekreis und Rotenburg (Wümme). Betroffen sind dabei die Gemeinde Kirchlinteln sowie die Städte Walsrode und Visselhövede.
Große Baustellen gibt es laut Plan nicht. Die Firma will lediglich zwei Stationen in Walsrode (Z1 und Z2) außer Betrieb nehmen. Deshalb müssen die Leitungen an zwei Stellen umgelegt werden – einmal auf 120 Metern und einmal auf 20 Metern Länge. Außerdem gibt es Anpassungen an der zentralen Gastrocknung in Walsrode. An einigen Abschnitten wird zudem der Schutzstreifen entlang der Rohre auf insgesamt acht Meter verbreitert.
Das Ganze ist Teil eines größeren Plans der Bundesregierung. Am 22. Oktober 2024 hat die Bundesnetzagentur das sogenannte Wasserstoff-Kernnetz genehmigt. Ziel ist eine Energieversorgung ohne Treibhausgase. Die Leitung 48 soll dabei helfen, die Versorgung mit Erdgas abzusichern, während andere Leitungen nach und nach auf Wasserstoff umgestellt werden.
Weil die Leitungen nun öffentlich genutzt werden, ist ein offizielles Genehmigungsverfahren nötig. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) prüft den Antrag. Eine spezielle Umweltprüfung ist laut Vorprüfung nicht nötig. Die Unterlagen dazu liegen vom 3. September bis zum 2. Oktober nur im Internet aus. Dort können die Bürger die Pläne einsehen und sich beteiligen.